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Garten-Rittersporn (Consolida ajacis syn Delphinium ajacis)
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Der in Deutschland als Zierpflanze bekannte Garten-Rittersporn ist im Mittelmeerraum heimisch. Nur gelegentlich wildern aus Gartenbeständen einzelne Exemplare aus. Es handelt sich um eine überwinternd, einjährige Pflanze. Sie keimt bereits im Herbst und blüht im folgenden Frühjahr.
Der einjährige Garten-Rittersporn benötigt kalkreichen, humosen Lehmboden mit wenig Stickstoffsalzen. Man findet ihn im Mittelmeerraum an Wegrändern, Ödland und auf Magerwiesen.
Im Gegensatz zu dem einjährigen Garten-Rittersporn (Gattung Consolida) sind die Rittersporne der Gattung Delphinium (z.B. Hoher Rittersporn) mehrjährig.

Der Garten-Rittersporn erreicht eine Wuchshöhe von 40 100 cm. Der aufrechte oder leist verästelte Stängel ist durch kräftige Blütentrauben gekennzeichnet.
Die fingerförmig geteilten Stängelblätter wachsen wechselständig. Die unteren, handförmig geteilten Stängelblätter sind lang gestielt und einfach oder doppelt gefiedert. Die oberen, doppelt gefiederten (mit schmalen Zipfeln) Stängelblätter sind kurz gestielt bis fast sitzend.

Die blauenvioletten, ohne Sporn etwa 2 3 cm großen, zwittrigen Blüten sind zweiseitig-symetrisch. Der dünne, leicht aufwärts gekrümmte Sporn ist etwa 1 ,5 2 cm lang. Zahlreiche Blüten sitzen in aufrechten Trauben (selten auch Rispen) am Ende der Stängel und Äste. Es ist nur ein Fruchtknoten vorhanden und daher die Früchte einteilig. Typisch für die Gattung Consolida, sind sechs Honigblätter vollständig zurückgebildet. Die beiden oberen Honigblätter sind zu einem Nektar spendenden, lang gespornten Organ verwachsen, welches in das Blütenhüllblatt hineinragt.
Der Garten-Rittersporn ist eine Hummelpflanze, da der Nektar am Sporngrund von den Nektarblättern abgesondert wird und nur von Hummeln (oder einigen Schmetterlingen) mit ihren langen Rüsseln erreicht werden kann. So ist gesichert, dass die Insekten die Blüte bestäuben müssen, wenn sie den Nektar erreichen wollen. Die Frucht verschmälert sich langsam zum Griffel hin.

Er blüht im Sommer zwischen Juni und August.
Der kräftige Wurzelstock ist faserig strukturiert.
Der Garten-Rittersporn kann mit C. orientalis (Morgenländischer Acker-Rittersporn), welche auch in Deutschland als Gartenpflanze genutzt wird, verwechselt werden, welcher allerdings rötlich-blaue Blüten und einen deutlich kürzeren Sporn besitzt. Zudem sind seine Samen braun und die des Garten-Rittersporns schwarz.

Garten-Rittersporn als Giftpflanze
Die enthaltenen Giftstoffe entsprechen in etwa dem Acker-Rittersporn.
Er (wie auch die anderen Ritterspornarten) enthält giftige Alkaloide vom Diterpen- und Norterpentyp in kleinen Mengen, so dass man ihn als giftig einstufen kann. Diese Alkaloide kommen ansonsten vor allem in dem extrem giftigen Blauen Eisenhut in deutlich höherer Konzentration vor. Das Gift findet sich vor allem in den Samen und (weniger) in den übrigen Pflanzenteilen.
Der Vergiftungsverlauf entspricht dem des Blauen Eisenhutes. Dabei wirken die Alkaloide zunächst zentral anregend und danach schnell lähmend auf die Nervenbahnen. Nach Aufnahme größerer Mengen Gift, kann es zu Kribbelgefühlen an den Nervenbahnen kommen. Der Tod kann durch Atemlähmung oder Herzversagen eintreten, was aufgrund der nicht so starken Giftwirkung extrem selten vorkommt. Bei Vergiftungen kann nach der primären Giftentfernung (.B. Erbrechen) medizinische Kohle gegeben werden.
Der Garten-Rittersporn ist tiergiftig und für z.B. Pferde, Kühe, Hunde und Katzen eine Gefahr.
Protoanemonin, wie in den Hahnenfußgewächsen (Gattung Ranunculus), ist bei ihm nicht vorhanden.

Garten-Rittersporn als Arzneipflanze
Früher wurde der Garten-Rittersporn aufgrund seiner Anthocyane und Flavonoide als harntreibendes Mittel, bei Wurmerkrankungen sowie bei Appetitlosigkeit eingesetzt. Zudem diente er aufgrund der blauen Blütenblätter der Schönung von Tees.
Garten-Rittersporn als Gartenpflanze
Er benötigt normale, leicht sandige Gartenerde und einen hellen, sonnigen Standort. Als Mittelmeerpflanze benötigt der Garten-Rittersporn nur wenig Wässerung. Es handelt sich um eine unkomplizierte und robuste Gartenpflanze.
Die beste Ausbeute bei der Vermehrung erreicht man mit der Aussaat direkt nach der Samenernte. Obwohl die Hahnenfußgewächse Kaltkeimer sind, keimt der Rittersporn auch ohne Kälte, jedoch nicht mehr über 15 Grad. Bei starken Nachtfrösten können die Keimlinge schnell erfrieren und benötigen entsprechenden Schutz.
Nicht entfernte Samen führen meist zu einer kräftigen Selbstaussaat. Sie keimen im Herbst und blühen im Frühjahr.
Er kann in Staudenbeeten oder als kleine Einzelgruppe gut zur Geltung kommen. Der Garten-Rittsporn ist als Schnitt- und Trockenblume gut nutzbar.
Saatgut für den Garten-Rittersporn ist im Handel in unterschiedlichen Blütenfarben beziehbar.

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Garten-Rittersporn |
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