Kriechender Hahnenfuß

Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)

Gattung: Hahnenfuß (Ranunculus)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00278

► Siehe auch: Giftpflanzen


Der kriechende Hahnenfuß ist in ganz Europa und in den weltweit gemäßigten Zonen heimisch. Neben dem Scharfen Hahnenfuß ist er die häufigste Hahnenfußart in Deutschland. Man findet ihn an Ufersäumen, feuchten Äckern und Wiesen, sowie in Auenwäldern.

Er bevorzugt feuchte, steinige, nährstoff- und stickstoffreiche Lehm- oder Tonböden und erträgt regelmäßige Überschwemmungen gut. Er kann auch auf verdichteten Böden gut gedeihen. Der kriechende Hahnenfuß ist eine Zeigerpflanze für einen hohen Stickstoffgehalt und eine hohe Verdichtung im Boden. In Höhenlagen findet man ihn bis über 2.300 Meter. Er tritt oftmals auch als Pionierpflanze auf.

Der Kriechende Hahnenfuß ist nicht gefährdet, ganz im Gegenteil breitet er sich noch weiter aus. Er ist zudem unempfindlich gegen häufigen Schnitt und intensive Beweidung.

Gruppe Kriechender Hahnenfuß

Er gehört zu der sehr großen Familie der Hahnenfußgewächse, welche mit etwa 2.000 Arten im Wesentlichen auf der Nordhalbkugel der Erde heimisch sind.

Der mehrjährige Kriechende Hahnenfuß erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 – 50 cm. Die oft niederliegenden oder gebogenen, verzweigten Stängel sind kahl oder wenig behaart und besitzen lange, oberirdische, an den Blättern entspringende beblätterte Ausläufer, welche an der Blattansatzstellen wieder neu wurzeln können und sich kriechend ausbreiten.

Innerhalb der Art finden sich viele Exemplare, welche sich in den Blätter, der Behaarung und Blütengröße voneinander unterscheiden, ohne jedoch jeweils eine eigene Sippe zu bilden.

Blatt Kriechender Hahnenfuß

Die dreizähligen, 1 -2 fach fiederteiligen Grundblätter besitzen gestielte dreispaltige Fiedern und sind an den Rändern gezähnt bis gesägt. Der Mittelabschnitt der Grundblätter ist, im Gegensatz zum Scharfen Hahnenfuß, stets lang gestielt. Die wechselständigen Stängelblätter ähneln den Grundblättern, sind aber weniger stark aufgeteilt. Die oberen Stängelblätter sind ungestielt.

Die glänzenden, goldgelben, 2 – 3 cm breiten Blüten stehen auf langen, gefurchten Blütenstielen und entspringen einzeln den Blattachseln. Sie stehen dabei zu mehreren in lockeren, traubig-rispigen Blütenständen. Die glänzenden Blütenblätter sind 3 bis 5 zählig, verkehrt eiförmig und gelappt bzw. gekerbt. Meist 5 gelb-grünliche, den Blütenblättern eng anliegende, eiförmige Kelchblätter, welche kahl oder schütter behaart sind und relativ schnell abfallen. Der Blütenboden ist ebenfalls behaart. Viele Staubblätter und zahlreiche Fruchtknoten sind vorhanden.

Der Kriechende Hahnenfuß blüht zwischen Mai und August. Er bestäubt sich selbst oder durch Insekten. Zudem erfolgt eine sehr starke vegetative Vermehrung. Die glatten, flachen, etwa 2 – 3 mm breiten und 3 – 4 mm langen, einsamigen Nuss-Früchtchen besitzen einen deutlichen Rand. Ihr Schnabel ist gerade oder leicht gekrümmt.

Die kräftigen Wurzeln reichen bis 50 cm tief in den Boden. Seine Ausläufer verbreiten sich in alle Richtungen und können schnell eine große Fläche bedecken.

Unter Gärtnern gilt der Kriechende Hahnenfuß als sehr lästiges Unkraut.

Der Kriechende Hahnenfuß als schwache Giftpflanze
Der kriechende Hahnenfuß enthält nur wenig Protoanemonin, so dass er nur als schwache Giftpflanze gilt. Der Pflanzensaft kann auf der Haut zu Reizungen führen.

Nach dem Verzehr größerer Mengen Pflanzenmaterials kann es zu Reizungen der Magen- und Darmschleimhäute kommen.



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