Acker-Hahnenfuß

Acker-Hahnenfuß (Ranunculus arvensis)

Gattung: Hahnenfuß (Ranunculus)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00274

► Siehe auch: Giftpflanzen


Der Acker-Hahnenfuß gehört, wie auch z.B. der Acker-Wachtelweizen, zu den typischen Ackerunkräutern, welche durch den modernen Ackerbau (chemische Unkrautbekämpfung) zunehmend verdrängt werden. Er wächst vor allem auf Getreideäckern von Wintergetreide auf schweren, nährstoffhaltigem lehmig oder tonigen Böden (seltener ruderal), welche nicht zu feucht sein sollten. Weiterhin findet man ihn an Wegrändern, Schuttplätzen und Brachen. Im Bergland, vor allem auf kalkhaltigen Böden, ist er sehr selten. Der Acker-Hahnenfuß ist eine Zeigerpflanze für Lehmböden. Der Acker-Hahnenfuß ist in ganz Europa verbreitet. Allerdings kommt er nur selten vor und gilt als gefährdet.

Habitus Acker-Hahnenfuß

Er gehört zu den Hahnenfußgewächsen, einer Familie die mit etwa 2.000 Arten und 70 Gattungen zu den sehr artenreichen Familien im Pflanzenreich zählt. Die Gattung Ranunculus ist mit gut weltweit 850 Arten die größte Gattung in dieser Familie.

Der einjährige Acker-Hahnenfuß erreicht eine Wuchshöhe von 20 – 60 cm. Seine aufsteigenden, aufrechten Stängel sind reich verzweigt. Die ungeteilten, an der Spitze grob gezähnten, gestielten Grundblätter wachsen spatel- oder keilförmig.

Die oberen, fast sitzenden, wechselständigen Stängelblätter sind dreiteilig mit lanzettlichen, unterschiedlich langen, tief geteilten Abschnitten.

Blütenstand Acker-Hahnenfuß

Zahlreiche Blüten stehen jeweils in locker –traubigen Blütenständen am Stängelende bzw. am Ende von Äschen die im unteren Stängeldrittel entspringen. Seine hellgelben Blüten sind ausgebreitet etwa 6 - 14 mm breit. Der Blütenstiel ist nicht gefurcht. Es sind 5 verkehrt-eiförmige Blütenblätter und 5 locker anliegende, gelbgrüne Kelchblätter vorhanden. Die Blüten besitzen eine kelchartige Hülle. Die gelblichen Honigblätter sind blumenblattähnlich gewachsen und besitzen an ihrer Basis jeweils eine Nektardrüse. Die Blüten besitzen viele Staubgefäße und einige nicht verwachsene Fruchtblätter, aus denen sich kleine einsamige Nüsschen bilden.

Der Blütenboden ist zerstreut behaart. Die gelben Blüten besitzen eine typischen Glanz durch abgesonderten Nektar. Durch diesen Glanz kann der Acker-Hahnenfuß auch leicht von den Fingerkraut-Arten unterschieden werden.

Er blüht zwischen Mai und Juli und wird in der Regel von Fliegen bestäubt.

Die oft schon an den blühenden Pflanzen vorhandenen, etwa 7 mm langen und etwa 5 mm breiten, flach berandeten Nuss-Früchtchen haben (im Gegensatz zu den anderen Früchten der Gattung Hahnenfuß in Europa) 3 mm lange, hakig gekrümmte Stacheln. Die Früchte verhaken sich dadurch im Fell von Tieren (Klettverbreitung) und werden so weiter verbreitet. Die Fruchtstände umfassen jeweils 5 -10 Früchtchen. Der schmal angesetzte Schnabel ist ca. 3 mm lang.

Acker-Hahnenfuß als Giftpflanze
Der Acker-Hahnenfuß enthält u.a. die Giftstoffe Anemonin und das stark Haut und Schleimhaut reizende Protoanemonin und gilt daher als giftig. Der Saft der frischen Pflanzen kann auf der Haut zu Rötungen und Reizungen führen. Die betroffene Haut sollte daher schnell abgespült werden.

Aufgenommene Pflanzenteile führen zu z.T. schweren Magen- und Darmbeschwerden, mit Durchfall, Koliken und Erbrechen.



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