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Kleines Seifenkraut (Saponaria ocymoides)
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Das Kleine Seifenkraut ist vornehmlich in den Gebirgen Südwesteuropas bis in die warmen Lagen in den Nordalpen anzutreffen.
Es besiedelt vornehmlich lockere bis steinige, kalkreiche Böden in warmen, sonnigen Lagen. Es wächst vom Tal (selten) bis in Höhenlagen von etwa 2.000 Meter. Typischerweise findet man es an Böschungen, Erdaufrissen, Kiefernwäldern, offnen Hängen, Bergrasen und Matten. Es kommt selten vor und ist gesetzlich geschützt.

Bei dem Kleine Seifenkraut handelt sich um eine ausdauernde, bis 30 cm hohe und 50 cm breite, wohlriechende Staudenpflanze. Die meist niederliegenden, verzweigten Stängel sind kurz behaart und am Grund leicht verholzt. Die kahlen, gegenständigen, etwa 3 cm langen und 1 cm breiten Stängelblätter sind verkehrt eiförmig bis spatelförmig gewachsen und am Grund mit Wimpern versehen.

Die etwa 10 mm breiten, hellroten, tiefrosa bis purpurroten, 5-zähligen Blüten stehen kurz gestielt in lockeren Büscheln an den Zweigenden. Der röhrige, fünf-zähnige, etwa 1 cm lange Kelch ist rotbraun überlaufen und drüsig behaart. Die verkehrt eiförmig bis länglichen Kronblätter besitzen etwa 1 mm hohe, in zwei kleine Spitzen geteilte Schlundschuppen, welche eine kleine, intensiver gefärbte Nebenkrone bilden. Die Blütenblätter sind am Rand abgerundet oder schwach ausgebuchtet. Zwei Griffel sind vorhanden. Die 10 auffälligen Staubblätter ragen aus der Blüte heraus.
Die eiförmige, becherartige, etwa 6 8 mm große Kapsel öffnet sich mit 4 Zähnen. Das Kleine Seifenkraut blüht relativ lang vom Mai bis zum Oktober.
Es bildet rasch kleine Horste aus.

Das Kleine Seifenkraut als Gartenpflanze
Das mehrjährige Kleine Seifenkraut ist eine geeignete Pflanze für Steingärten und Mauerbepflanzungen in sonnigen Lagen. Es wächst niederliegend bis kissenartig.
Dabei benötigt es durchlässige, kalkreiche, nährstoffarme Böden in vollsonniger Lage. Trockenheit verträgt das Kleine Seifenkraut problemlos. Es handelt sich um eine unkomplizierte, pflegeleichte Staudenpflanze mit geringen Ansprüchen. Sie benötigt keinen Dünger und kaum Wässerung. Die Art ist voll frosthart und benötigt keinen Winterschutz.

Das Kleine Seifenkraut kann gut mit Phlox oder Schleifenkraut kombiniert werden. Es sollten immer mehrer Pflanzen gesetzt werden, da sie einzeln etwas verloren wirken.
Es kann auch gut in Töpfen und Kübeln gepflanzt werden.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr, Stecklinge im Frühsommer oder Teilung im Herbst oder Frühling. Der Pflanzabstand sollte mind. 30 cm betragen. Nach Ende der Blüte kann die Pflanze kräftig zurückgeschnitten werden.

Bestehende Pflanzen können sich auch durch Selbstaussaat weiter vermehren.
Im Handel sind verschiedene Zuchtsorten mit unterschiedlichen Blütenfarben erhältlich.
Schmetterlinge und Bienen werden von dem Kleinen Seifenkraut angelockt.

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Kleines Seifenkraut |
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