Moorabbiss

Moorabbiss (Succisella inflexa)
syn. Eingebogener Moorabbiss, Östlicher Teufelsabbiss, Sumpfabbiss

Familie: Kardengewächse (Dipsacaceae)
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00258

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Der Moorabbiss ist eine ausdauernde Staudenpflanze, welche bei uns nur selten anzutreffen ist. Er ist ein eingebürgerter Neophyt aus der Familie der Kardengewächse. Seine eigentliche Heimat ist Süd-Ost-Europa. Äußerlich ist er dem Teufelsabbiss sehr ähnlich, die Unterschiede liegen u.a. in der Wuchsform, im Blütenkelch und den Früchten. Kalkarme, zumindest zeitweise feuchte Moorböden bevorzugt er. Er bildet im Gegensatz zu dem Teufelsabbiss nur kleine Bestände durch ausgedehnte Sproßteile aus oder kommt nur in Einzelexemplaren vor. Der Moorabbiss besiedelt Feuchtwiesen, Gräben und Ränder von Röhrichten mit geringem Nährstoffgehalt. Diese Biotope werden durch die Umwandlung in landwirtschaftlich genutzte Fläche immer seltener und damit auch die Pflanze und Tiere, welche auf diese nährstoffarmen Feuchtbiotope angewiesen sind. Die Bestände des Moorabbiss sind in Deutschland stark rückläufig, so dass die Art im Bestand gefährdet ist und fast nur noch in Süddeutschland zu finden ist.

Sumpfabbiss

Der Moorabbiss ist eine Zeigerpflanze für nährstoffarme, feuchte Böden.

Es handelt sich um einen sommergrünen, Hemikryptophyt (Überwinterungsknospen liegen über dem Erdboden) mit einer Wuchshöhe von etwa 30 – 100 cm. Der aufrechte Stängel ist im oberen Bereich stark verzweigt und anliegend behaart (ansonsten kahl). Die grundständigen, lanzettlich-eiförmigen Blätter sind ganzrandig und meist kahl. Die gegenständigen Stängelblätter sind ungestielt, ähnlich wie die Grundblätter geformt, aber deutlich kleiner gewachsen.

Der endständige, helllila bis blaue Blütenstand ist halbkugelig bis kugelig mit einem Durchmesser von 1 – 2 cm. Die in zwei Reihen angeordneten, lanzettlichen, am Rand schwach bewimperten Hüllblüten sind etwas kleiner als Blüten.

Die etwa 5 mm lange Blütenkrone ist ungleich 4zipfelig. Alle Blüten in einem Blütenkopf sind praktisch gleich groß. Der Kelch ist kaum ausgebildet, außen 8-rippig und borstenlos. Der Blütenboden besitzt schmal-eiförmige Spreublätter.

Moorabbiss verblüht

Der Moorabbiss blüht bis in den Spätsommer von Juni bis September.

Der Wurzelstock verbreitet sich kriechend, teils auch über dem Erdboden.



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