Teufelsabbiss

Gemeiner Teufelsabbiss (Succisa pratensis syn. Scabiosa succisa)
syn. Teufelswurz, Gewöhnlicher Teufelsabbiss

Familie: Kardengewächse (Dipsacaceae)
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00257

Siehe auch: Arzneipflanzen Gartenpflanzen

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Der Teufelsabbiss ist in Moorgebieten, mageren Feuchtwiesen und feuchten Wäldern heimisch. Schwach sauer bis neutrale, nährstoffarme Böden werden von ihm bevorzugt besiedelt. Er kommt oft in Höhenlagen vor und ist in bis zu 1.300 Meter zu finden. Er ist, mit Ausnahme von Süd-Ost-Europa, in ganz Europa heimisch. Der Teufelsabbiss kommt häufig bis zerstreut in oftmals großen Beständen vor und ist nicht oder selten gefährdet. Insgesamt sind die Bestände jedoch rückläufig, auch wegen des Wegfalls geeigneter Biotope. Der Teufelsabbiss gilt als Zeigerpflanze für magere und wechselfeuchte Böden.

Gemeiner Teufelsabbiss

Es handelt sich um eine mehrjährige Staudenpflanze von etwa 20 – 100 cm Wuchshöhe. Die Stängel sind leicht bis stark verzweigt und im oberen Bereich eng behaart. Die unteren, gegenständigen Rosettenblätter sind ganzrandig, gestielt und lanzettlich bis elliptisch geformt. Die kleineren, höheren Stängelblätter wachsen ungeteilt, sitzend. Die Stängel sind unter den Blütenköpfchen behaart und im unteren Bereich meist unbehaart.

Distelfalter mit Teufelsabbiss

Die hellblau, violett oder selten rosafarbenen Blüten stehen in kleinen kugeligen (anfangs halbkugeligen) endständigen, 2 – 3 cm großen Köpfchen. Die Randblüten sind dabei nicht größer, als die inneren Blüten. Die Blütenköpfchen werden von zwei Reihen Hüllblättern gestützt. Die schmal-lanzettlichen, am Rand bewimperten Hüllblätter sind kürzer als das Blütenköpfchen und daher nur wenig zu sehen.

Die Blütenkrone ist etwa 4 – 7 mm lang. Die Staubblätter ragen deutlich aus den kleinen Blüten heraus. Der Blütenboden ist von kurzen, eiförmigen Spreublättern bedeckt. Die Blütenkrone ist 4-spaltig.

Der Teufelsabbiss blüht zwischen Juli und September.

Teufelsabbiss Blüte

Die behaarte, 5- 7 mm große Frucht ist vierkantig mit fünf schwärzlichen Kelchborsten und vier dreieckigen Zipfeln am Außenkelch.

Der kurze, von unten im Herbst abgestorbene, schwärzliche, bis 50 cm tiefe Wurzelstock wirkt meist wie abgebissen, daher auch der Name „Teufelsabbiss“. Durch seine Rhizome bildet er oftmals große Bestände aus.

Teufelsabbiss als Arzneipflanze
Arzneilich wird die frische Wurzel verwendet. Sie enthält Saponine, Gerbstoffe und Glykoside (z.B. Scabiosid). Der Teufelsabbiss wird volkstümlich zur Blutreinigung, zur Entwässerung und zum erleichterten Abhusten verwendet. Äußerlich auch bei Quetschungen und Geschwüren. In der Homöopathie wird der Teufelsabbiss bei chronischen Hautleiden eingesetzt.

Auch in einigen Fertigarzneimitteln ist Teufelsabbiss enthalten.

Teufelsabbiss als Gartenpflanze
An geeigneten Standorten (z.B. Teichen etc.) und mageren Böden ist der Teufelsabbiss eine dekorative Gartenpflanze, welche sich schnell vermehrt und im Sommer viele Insekten anlockt.

Er ist auch als Kübelpflanze und Schnittblume geeignet.



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