Katzenpfoetchen

Katzenpfötchen (Antennaria dioica syn Gnaphalium dioicum)
syn. Gemeines Katzenpfötchen, Himmelfahrtsblümchen

Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Ordnung: Korbblütengewächse (Asterales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00244

Siehe auch: Arzneipflanzen Gartenpflanzen

► mehr Pflanzen


Das eher unscheinbare, lichtliebende Katzenpfötchen kommt vom Flachland bis in Höhenlagen von 3.000 Meter vor. Es kann gut auf trockenen, kalk- und nährstoffarmen Böden wurzeln, selbst wenn diese stark windexponiert sind. Typischerweise findet man die Katzenpfötchen auf Magerasen, Gebüschen oder lichten Wäldern mit lockeren Sandböden. Es ist von Sibirien, Nordeuropa bis nach Nordamerika heimisch. In südlicheren Gebieten ist es nur in den Gebirgslagen zu finden. Bei uns ist es sehr selten geworden und steht unter Naturschutz. Das Katzenpfötchen ist konkurrenzschwach und wird schnell durch konkurrierende Arten oder Beschattung vertrieben. Zudem gehen ihre Lebensräume durch fortschreitende Aufforstung, Bodendüngung oder Erschließung von Weideland verloren.

Der Gattungsname Antennaria nimmt Bezug auf die Ähnlichkeit der Blütenborsten mit den Fühlern (Antennen) von Insekten. Der Name Katzpfötchen lehnt sich an die weiche Behaarung der Blüten an.

Frische Blüten Katzenpfoetchen

Es handelt sich um eine ausdauernde, 5 – 20 cm hohe Pflanze. Der aufrechte, nur im Blütenstandsbereich verzweigte Stängel ist seidig-wollig behaart und am Grund leicht verholzt. Die grünen, sitzenden, ungeteilten, 20 – 30 mm langen und etwa 8 mm breiten, wechselständigen Stängelblätter sind lanzettlich gewachsen und unterseits seidig-filzig behaart. Sie sind dicht am Stängel angedrückt. Die grundständigen Blätter sind spatelartig geformt und bilden Blattrosetten.

Das Katzenpfötchen ist eine getrennt geschlechtliche (zweihäusige) Pflanze, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen.

Katzenpfoetchen

Aus den Stängeln bilden sich 2 -12 nahe beieinander stehende, endständige, trugdoldige Blütenköpfchen (nur aus Röhrenblüten bestehend) mit spinnwebenartigen, oben trockenhäutigen, dachziegelartig angeordneten Hüllschuppen von etwa 5 – 8 mm Länge. Die Katzenpfötchen sind zweihäusig, wobei die weiblichen Pflanzen keine Staubblätter besitzen und der Fruchtknoten der männlichen Pflanzen steril ist. Die inneren Hüllschuppen der größeren, weiblichen Blüten sind dunkelrot, die der kleineren, männlichen Blüten weißlich-gelb.

Das Katzenpfötchen blüht in den Monaten Mai bis Juni (daher der Name Himmelsfahrtsblümchen). Sie lockt Bienen und Schmetterlinge zur Bestäubung an.

Die glatten 1mm langen Früchtchen besitzen eine Reihe weißer Pappusborsten, welche etwa 5 – 10 mm lang sind.

Der kräftige Wurzelstock ist rhizomartig kriechend und treibt immer wieder neu wurzelnde Blattrosetten bzw. beblätterte Ausläufer aus. Die Fortpflanzung erfolgt über Samen.

Verblühte Katzenpfoetchen

Katzenpfötchen als Arzneipflanze
Volkstümlich werden die weißen oder rosa Katzenpfötchen (getrocknete Blütenstände) bei Erkrankungen der Atemwege und Gallenleiden eingesetzt. Wirksame Inhaltstoffe sind vor allem Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle und verschiedene Schleime.

Achtung: Die Gelben Katzenpfötchen stammen von der Sand-Stohblume.

Katzenpfötchen als Gartenpflanze
Das mehrjährige Katzenpfötchen ist eine anspruchslose Pflanze für Stein- und Heidegärten oder an Mauerfugen bzw. an Trockenmauern mit durchlässigen Sandböden, die leicht sauer sein dürfen. Sie kann durch Teilung im Frühjahr oder durch Aussaat vermehrt werden. Die Samen können im Frühjahr oder Herbst in Töpfe gesät werden. Der Pflanzabstand sollte etwa 20 – 25 cm betragen. Durch die Verbreitung über ihre Ausläufer kann sie schnell kleine, dekorative Polster ausbilden. Wobei die Polster meist aus einer einzigen Pflanze bestehen. Die Pflanze ist voll frosthart. Im Handel finden sich einige unterschiedliche Zuchtformen des Katzenpfötchens.

Sie benötigt einen sonnigen Standort, keinen Dünger und keine zusätzliche Wässerung.

Katzenpfötchen finden auch in Trockenblumensträußen Verwendung.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Katzenpfötchen

Natur-Lexikon.com