Goldnessel

Goldnessel (Lamium galeobdolon syn. Galeobdolon luteum)
syn. Gold-Taubnessel

Gattung: Taubnessel (Lamium)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00236

siehe auch: Gartenpflanzen

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Wenn im späten Frühjahr die Frühblüher langsam ihre Blüte beenden und die Bäume belaubt sind, beginnt die Blütezeit der Goldnessel, die intensiv gelb leuchtend auf dem Waldboden wächst. Dabei ist sie in allen Waldarten heimisch. Sie bildet kleine, individuenreiche Horste aus und verbreitet sich z.T. aggressiv, indem sie u.a. den Boden stark abdeckt.

Sie ist in fast ganz Europa bis nach West-Asien heimisch. In Höhenlagen findet man sie etwa bis zur Laubbaumgrenze. Mullreicher, neutraler Boden wird bevorzugt von ihr besiedelt. Die Goldnessel ist nicht im Bestand gefährdet und daher auch nicht geschützt.

Die Nomenklatur der Goldnessel und einiger Unterarten bzw. Kleinarten ist noch umstritten. Evtl. werden zukünftig die 4 bekannten Unterarten zu einer eigenen Gattung zusammengefasst. In Deutschland findet sich vornehmlich die Unterart subsp. montanum.

Es handelt sich um eine etwa 30 – 50 cm hohe, wenig behaarte, einjährig bis mehrjährige Staude. Der aufrechte, vierkantige Stängel ist einfach oder am Grund verzweigt. Die 3 – 8 cm langen und 2 – 4 cm breiten, oft silbrig gefleckten oder gemusterten, deutlich gestielten Blätter wachsen gegenständig. Der Blattrand ist grob gezähnt. Die Blätter sehen denen der Brennnessel ähnlich, besitzen jedoch keine Brennhaare.

Goldnessel Blütenstand

Etwa 8 – 14 Blüten sitzen in quirlartigen Blütenständen in den Achseln der oberen Laubblätter jeweils am Ende der Stängel. Die goldgelben Blüten besitzen eine rötlich gefleckte, dreizipfelige Unterlippe (die anderen Taubnesselarten besitzen eine zweizipfelige Unterlippe), welche auch als Saftmal (Anflughinweis für Insekten) fungiert. Der etwa 8 mm lange, grüne Kelch ist zu etwa 2/3 eingeschnitten. Die Seitenlappen sind kürzer als der Mittellappen. Die helmförmige Oberlippe ist am Rand dicht bewimpert. Die hellgelbe Krone ist etwa 2,5 cm lang. Die vier Staubblätter befinden sich direkt unter der Oberlippe und sind kaum erkennbar.

Die Bestäubung der Goldnessel erfolgt durch Insekten, hauptsächlich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Samen werden von Ameisen verbreitet. Die Goldnessel besitzt oberirdische Ausläufer, über welche sie sich schnell verbreitet .

Die Blütezeit der Goldnessel beginnt im April und endet im Juni.

Die Goldnessel ist essbar und als Wildgemüse geeignet.

Goldnessel als Gartenpflanze
Sie ist eine dekorative Pflanze für die schattigen Bereiche im Garten.

Ist die Goldnessel im Garten bereits vorhanden, vermehrt sie sich meist selbst bzw. wuchert sogar etwas; über ihre Ausläufer bilden sich schnell kleine Rasenflächen aus. Der Pflanzabstand sollte etwa 20 – 30 cm betragen. Ansonsten kann sie aus Samen oder Stecklingen gezogen werden. Im Handel finden sich verschiedene Zuchtsorten der Goldnessel, z.B. die Sorte Florentinum mit besonderer Blattzeichnung oder Sorten mit weniger aggressivem Wuchs.

Sie benötigt frischen, nicht zu nährstoffarmen Boden und ist ansonsten recht anspruchslos und breitet sich schnell aus. Ihr Nährstoffbedarf ist ausgeglichen, allerdings bedarf sie regelmäßiger Bewässerung. Um die schnelle Verbreitung einzudämmen, sollten die Ausläufer regelmäßig abgestochen werden.

Auch in Töpfen und Kästen kann sie als Schmuckpflanze genutzt werden. Die Blätter bleiben auch im Winterdekorativ grün.



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