Große Sternmiere

Große Sternmiere (Stellaria holostea)
syn. Großblütige Sternmiere, Echte Sternmiere

Gattung: Sternmiere (Stellaria)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00234

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Wenn sich die Blütezeit der Frühblüher dem Ende zuneigt und die Bäume belaubt sind, beginnt die Große Sternmiere mit ihren schönen, weißen Blüten zu blühen. Sie bildet schnell, rasenartig, größere Vorkommen auf den Waldböden aus.

Rasen aus Sternmieren

Die Große Sternmiere ist eine typische Blütenpflanze der Laub- und Mischwälder. Dabei bevorzugt sie kalkarme, lehmig-sandige Böden, mit nicht zu trockenem Grund in halbschattiger bis vollschattiger Lage. Sie ist wärmebedürftig und empfindlich gegen die letzten Frühjahrsfröste. Die Große Sternmiere ist in fast ganz Europa häufig verbreitet. In Höhenlagen findet man sie bis etwa 1.000 Meter Höhe. Die Gattung Sternmiere umfasst weltweit (Schwerpunkt Eurasien) etwa 100 Arten, davon sind in Deutschland 9 Arten heimisch. Diese Art ist nicht geschützt.

Blüte Sternmiere

Es handelt sich um eine mehrjährige Frühsommerpflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20 – 50 cm. Der schwache, schnell reißende, an den Knoten verdickte Stängel ist vierkantig.

Die 3 – 8 cm langen, knapp 1 cm breiten, lineal-lanzettlichen, gegenständigen Blätter wachsen sitzend (ohne Stiel) am aufrechten Stängel und laufen am Ende spitz aus. Der Blattrand, die Unterseite und der Mittelnerv sind deutlich behaart.

Die leuchtend weißen Blüten mit etwa 2 – 3 cm Durchmesser, wachsen trugdoldenartig an den Enden langer Stiele. Der gabelige Blütenstand umfasst etwa 6 -15 Einzelblüten. An einer Pflanze blühen nicht alle Blüten zugleich, sondern an den Stielen nacheinander. Daher kann sich die Blütezeit einer Pflanze über mehrere Monate hinziehen. Die fünf, etwa bis zur Mitte gespaltenen, ca. 15 mm langen Kronblätter sind etwa doppelt so lang, wie der Kelch. Die Hochblätter wachsen krautartig.

Die Große Sternmiere blüht in der Zeit zwischen April und Juni.

Als Frucht bildet sich eine kugelige Kapsel auf einem langen Stiel heraus.

Sie verbreitet schnell sich über Rhizomknospsen, sowie aus den vorjährigen Trieben in Bodennähe und bildet so schnell kleine Horste aus.



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