Gelbes Windröschen Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides)

Gattung: Windröschen (Anemone)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00229

Siehe auch: Giftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen

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Das Gelbe Windröschen gehört zu den ersten blühenden Pflanzen im Frühjahr (Frühblüher), welche die kurze Zeit zwischen den ersten warmen Tagen und dem Blattaustrieb der Bäume für ihre Blüte nutzen.

Es ist, ähnlich wie das verwandte Buschwindröschen, in feuchten Auenwäldern, Laub- und Mischwäldern, Bachufern und feuchte Wiesen zu finden. Es bevorzugt nicht zu trockene, mullreiche Ton- oder Lehmböden mit hohem Nährstoff- und Kalkanteil. Das Gelbe Windröschen ist in ganz Mitteleuropa bis nach Skandinavien heimisch und verbreitet, kommt jedoch in Deutschland nur relativ selten vor. Die Bestände bilden meist größere Horsten aus. Das Gelbe Windröschen ist nicht im Bestand gefährdet.

Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, mit einer Wuchshöhe von 15 – 25 cm.

Der leicht behaarte Stängel wächst aufrecht. Die Grundblätter sind zur Blütezeit noch nicht ausgebildet. Es sind meist 3 quirlständige Stängelblätter vorhanden, welche wiederum jeweils bis zum Grund dreiteilig eingeschnitten sind. Die Abschnitte sind grob gezähnt und mehrfach länger als breit.

Die Blüten stehen endständig an langen dünnen Stängeln. Aus den Hochblättern entspringen jeweils meist zwei lang gestielte, gelbe Einzelblüten. Bei wenig geeigneten Standorten bildet sich nur eine Blüte aus. Die Blüten besitzen einen Durchmesser von etwa 2 – 3 cm. Es sind zahlreiche Staubblätter und einsamige Fruchtblätter, sowie fedrig behaarte Griffel vorhanden. Die gelben Hüllblätter sind unterseits schwach behaart. Die Bestäubung durch Insekten erfolgt zumeist durch Käfer, Bienen und Fliegen.

Das Gelbe Windröschen blüht in den Monaten März bis Mai.

Die Verbreitung findet durch die Samen oder über die Ausläufer des weit kriechenden, braunen, dünnen Rhizoms statt, was schnell zu einer kleinen Horstbildung führen kann.

Die flachen, behaarten Nussfrüchtchen besitzen ein nährstoffreiches Anhängsel (Elaiosom), welches als Futterquelle von Ameisen gesammelt und mit den Samen verbreitet wird.

Gelbes Windröschen als Giftpflanze
Die Pflanze ist frisch schwach giftig, sie enthält, wie alle Windröschen, im Milchsaft das giftige Protoanemonin, sowie Anemonin in größeren Mengen. Das Gelbe Windröschen ist als Frischpflanze tiergiftig für das Weidevieh.

Nach Aufnahme größerer Mengen frischer Pflanzen kann es daher zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufzusammenbruch und bei Aufnahme großer Mengen auch zu Atemlähmungen kommen. Nach Hautkontakt mit dem Milchsaft kann es zu Hautreizungen, Blasenbildung und im Extremfall zu kleinen Nekrosen kommen.

Gelbes Windröschen als Gartenpflanze
Es benötigt halbschattige bis schattige Plätze im Garten. Der Boden sollte durchlässig, feucht und etwas kalkhaltig sein. Es ist eine sehr pflegeleichte Pflanze. Das Gelbe Windröschen kann durch Aussaat oder Teilung vermehrt werden. Es ist frosthart und benötigt keinen Schutz im Winter.

Im Handel sind verschiedene Zuchtformen, mit z.B. gefüllten Blüten (Pleniflora), des Gelben Windröschens zu erhalten. Allgemein zählt das Gelbe Windröschen aber nicht zu den typischen Gartenpflanzen und wird meist in naturnahen, schattigen Gärten gepflanzt.



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