Basilikum

Basilikum (Ocimum basilicum)
syn. Basilienkraut, deutscher Pfeffer, Königskraut

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00226

Siehe auch: Gartenpflanzen Gewürzpflanzen Arzneipflanzen

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Das Basilikum ist eines der bekanntesten Gewürzpflanzen. Ursprünglich im tropischen Asien und Indien heimisch, wird das Basilikum heute (und seit dem Altertum) in unterschiedlichen Zuchtvarianten in Gärten, auf Balkonen oder in kleinen Töpfen in der Küche weltweit kultiviert. In den warmen Ländern wird es zudem feldartig angebaut. Bereits zur römischen Kaiserzeit war das Basilikum eine beliebte Gewürz- und Heilpflanze. Es gehört zu den wichtigen Gewürzpflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Wie alle Lippenblüter, zeichnet sich das Basilikum durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus. Andere bekannte, aromatische Vertreter der Lippenblüter sind z.B. Salbei, Lavendel, Thymian und Rosmarin.

Wie die meisten Lippenblüter bevorzugt das Basilikum sonnige Standorte mit durchlässigen Böden. Jedoch benötigt es deutlich mehr Wasser und Nährstoffe als z.B. das Rosmarin oder der Thymian; was man auch gut an den großen Blättern des Basilikums ersehen kann.

Es handelt sich um eine einjährige, 30 – 60cm hohe, krautige Pflanze mit aufrechtem, verzweigtem, leicht buschigem Wuchs. Die intensiv grünen, eiförmigen bis ovalen, 5cm langen, gegenständigen Blätter wachsen gestielt und besitzen eine wellige bis dellige Oberfläche. Sie sind ganzrandig bis schwach gesägt und nur wenig, bis gar nicht behaart. Die ganze Pflanze verströmt einen aromatischen Geruch.

Die Blütenstände wachsen endständig in quirligen Ähren mit weißen oder schwach rosafarbenen, kurz gestielten Blüten. Der glockenförmige Kelch ist zweilippig, wobei die Oberlippe deutlich größer als die Unterlippe ist. Die vier Staubblätter sind bis zur Unterlippe herabgebogen.

Das Basilikum blüht in den Monaten Juni bis September. Durch Insekten, wie vor allem Bienen und Schmetterlinge, erfolgt die Bestäubung des Basilikums. Es kann auch als Bienenweide dienen.

Die glatten Teilfrüchte sind eiförmig bis kugelig. Die schwarzen Samen färben sich durch Einwirkung von Feuchtigkeit blau.

Basilikum als Gewürzpflanze
Als Gewürz kommen die Basilikumblätter zum Einsatz. Sie werden vor der Blüte frisch gepflückt (paarweise von oben nach unten) und gleich verwendet oder bald eingefroren. Bei einer Trocknung der Blätter geht hingegen sehr viel Aroma verloren.

Es ist eines der am meisten verwendeten Küchengewürze, besonders der italienischen Küche. Vor allem zu Salaten, Nudelgerichten, Soßen, Käse oder Füllungen passt es sehr gut. Zudem ist Basilikum ein Bestandteil des „Pesto alla Genovese – Basilikum-Pesto“. Als Gewürz kann es gut mit Majoran gemischt werden. Basilikum wird nie mitgekocht, sondern (um das Aroma zu erhalten) erst am Ende des Kochvorgangs hinzu gegeben. Basilikum schmeckt angenehm würzig bis pfeffrig.

Basilikum als Arzneipflanze
Basilikum ist keine typische Arzneipflanze und besitzt nur schwache Heilwirkungen. Durch seinen Gehalt an ätherischen Ölen (z.B. Estragol, Cineol und Linalool) wirkt Basilikum verdauungsfördernd, krampflösend und blähungsmindernd. Je nach Herkunft kann die Menge und Zusammensetzung an ätherischen Ölen stark schwanken. Für die ihm zu geschriebenen, milchbildenden Eigenschaften während der Stillzeit gibt es keine abgesicherten Erkenntnisse. In einer Mischung mit Anis, Fenchel und Majoran ergeben sich jedoch ideale Gewürzmischungen für stillende Mütter, zur Minderung der Blähungen von Säuglingen. Da Basilikum das mutagene Estragol enthalten kann (je nach Zuchtsorte), sollte es nur kleinen Mengen als Gewürz und nicht in hohen Dosen dauerhaft genutzt werden. Als Tee aufgebrüht kann es nervenberuhigend wirken.

Neben den ätherischen Ölen sind noch Gerbstoffe und Terpene im Basilikum enthalten. Das Basilikumöl wird aus den Blättern gewonnen. Es kann auch als Mundspülung und Badezusatz verwendet werden. Volkstümlich wurde Basilikum gegen Verdauungsbeschwerden und zur Entwässerung eingesetzt.

Basilikum als Gartenpflanze
Wie bei vielen einjährigen, frostempfindlichen Pflanzen, welche aus warmen Gebieten stammen, beginnt die Aussaat in den Monaten März bis April in kleine Töpfe an einem geschützten, nicht zu kühlen (>15 Grad) Ort.

Die Samen werden mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt, da die Samen Licht zum keimen benötigen. Nach Ende der Nachtfröste, ungefähr Anfang Juni, kann das pflegeleichte Basilikum dann mit ausreichend Abstand (15-20cm) zur nächsten Pflanze ausgepflanzt werden. Es liebt sonnige Plätze mit lockerem, nährstoffreichem Boden.

Es sollte ausreichend gegossen und regelmäßig zurück geschnitten werden, damit die Blüte nicht zu früh einsetzt und sich viele Seitentriebe aus den Blattachseln heraus bilden können. Eine weitere Düngung ist nicht notwendig.



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