Sand-Strohblume

Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium)
syn. Gnaphalium arenarium

Gattung: Strohblume (Helichrysum)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Ordnung: Korbblütengewächse (Asterales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00220

Siehe auch: Arzneipflanzen

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Die stark aromatisch riechende Sand-Strohblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Während sie früher häufig zu finden war, ist sie heute eine echte Seltenheit geworden und gehört zu den geschützten Arten in Deutschland. Ursache hierfür ist u.a. der starke Rückgang an nährstoffarmen Sandböden.

Sie gehört zu der Gattung Helichrysum (Strohblumen), welche mehr als 500 Arten umfasst, allerdings nur 16 davon in Europa. Sie ist heimisch in Mittel- bis Nordeuropa und im Kaukasus. Die Sand-Strohblume besiedelt trockene, kalkarme, sonnige Sandböden wie z.B. an Heidedünen oder Kiefernwäldern.

Habitus Sand-Strohblume

Der lateinische Name arenarium leitet sich von dem Wort arena ab, was u.a. Sand bedeutet. Der Gattungsname Strohblume leitet sich von den trockenen strohartigen Hüllblättern ab.

Die Sand-Strohblume erreicht eine Wuchshöhe von ca. 10 – 40cm. Der aufrechte, wollig behaarte Stängel ist nur im Blütenstandsbereich verzweigt.

Die anliegenden, länglichen, wechselständigen Stängelblätter sind grau-weiß wollig behaart, spitz auslaufend und wellig, glattrandig geformt. Die gestielten, linearen, stumpf auslaufenden Grundblätter sind bis zu 6cm lang und stehen in einer Rosette.

Sandstrohblume Blütenstand

Die goldgelben, kugeligen, ca. 6mm breiten Blütenköpfchen sitzen in dichten, endständigen, doldenartigen, bis zu 40 Blüten umfassenden Trauben. Die einzelnen, zwittrigen, kugelförmig gebauten Blütenköpfe sind fast ausschließlich röhrig aufgebaut. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Blütenkrone ist hellorange gefärbt. Die gelblichen Hüllblätter sitzen in mehreren Schichten, wobei die inneren Hüllblätter länger, als die äußeren Hüllblätter sind. Die äußeren Hüllblätter sind trockenhäutig, die inneren Hüllblätter dagegen noch mit grüner Basis. Alle Hüllblätter besitzen ein gelbliches, trockenes Anhängsel.

Die Blütezeit der Sand-Strohblume liegt zwischen Juli und Oktober.

Ihre Früchte sind schwach behaarte Achänen, welche zu den Nussfrüchten gehören.

Sie vermehrt sich vor allem über unterirdische Rhizome, die immer neue Stängel hervorbringen.

Die Sand-Strohblume als Arzneipflanze
Sie ist keine typische Arzneipflanze und wurde nur volkstümlich bei Gallenbeschwerden und Verdauungsstörungen eingesetzt. Als wirksame Bestandteile sind die enthaltenen Flavonoide, Bitterstoffe und ätherische Öle einzustufen. Genutzt werden die „gelben Katzenpfötchenblüten“ (Helichrysi flos) in Form von Teezubereitungen. Oftmals werden die Katzenpfötchen in Teezubereitungen auch nur als Schmuckdroge beigegeben.

Die Sand-Strohblume war früher häufig Bestandteil von Trockenblumensträußen.



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