Kuckuckslichtnelke

Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)

Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00198

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Die zu den Nelkengewächsen gehörende Kuckucks-Lichtnelke ist in ganz Europa verbreitet, im südlichen Breiten jedoch deutlich seltener. Sie kommt häufig vor und ist im Bestand nicht gefährdet.

Die Kuckucks-Lichtnelke ist vor allen in feuchten bis halbfeuchten Wiesen, Mooren oder Sümpfen anzutreffen. Sie bevorzugt humushaltige, tiefe, lehmige, neutral bis schwach saure Böden. Stark überdüngte Wiesen meidet sie, besiedelt mehr die nassen, nährstoffarmen Gräben im Umfeld. Sie gilt als Zeigerpflanze für Bodenfeuchte.

Der Name der Kuckucks-Lichtnelke, beruhte auf dem Gedanken, dass die kleinen Schaumballen von Kuckucksspeichel stammen, in Wirklichkeit sind es aber die Nester der Schaumzikadenlarven. Volkstümlich werden diese Nester Kuckucks-Speichel genannt. Ähnliche Schaumballen der Zikaden finden sich am Wiesenschaumkraut.

Es handelt sich um eine einjährige, krautige Staude mit Blattrosette.

Sie erreicht eine Wuchshöhe von gut 70-80 cm. Der aufrechte Stängel ist im Blütenbereich verzweigt. Die gestielten Grundblätter sind am Rand gewimpert und spatelartig geformt. Die gegenständigen Stängelblätter sind dann lanzettlich geformt.

Die auffälligen, rosa-roten Blüten sind ca. 4 cm groß. Die Kronblätter sind tief vierspaltig. Selten kommen auch Exemplare mit weißen Blüten vor. Die Blüten stehen in lockere Trugdolden. Der oberständige Fruchtknoten besitzt 5 Griffel.

Der 6-8mm lange Kelch ist rötlich gefärbt mit 10 deutlichen Längsadern.

Die Blüten mit ihrem tiefen Schlund werden vor allem von langrüssligen Insekten besucht; oftmals von Schmetterlingen. Die Pollen- und Nektarqualität ist nur mäßig.

Die bis 8mm lange, kugelige Kapsel öffnet sich oben mit 5 Zähnen. Die dunklen Samen haben ca. 1mm Durchmesser. Die Vermehrung erfolgt in der Regel vegetativ, was oft zu einer Herdenbildung führt.

In den Samenkapseln finden sich öfter Raupen von Nachtfaltern. Die Pflanze ist reich an Saponinen.

Die Blütezeit der Kuckucks-Lichtnelke liegt zwischen Mai und Juli.



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