Streifenwanze

Streifenwanze (Graphosoma lineatum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Wanzen (Heteroptera)
Familie:
Baumwanzen (Pentatomidae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00188

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Wanzen stellen in Deutschland eine große Insektenordnung dar. Etwa 800 der weltweit 40.000 Wanzenarten sind bei uns heimisch. Die Streifenwanzen gehört zu den Baumwanzen, welche kräftige Schildchen besitzen. Früher wurde sie daher zu den Schildwanzen gezählt. Dem ungeübten Benutzer scheinen sie sogar eher Käfer zu sein.

Die giftige Streifenwanze ist in ganz Europa und Teilen Asiens heimisch, wobei sie in Mitteleuropa nicht so häufig, wie in Südeuropa auftritt. Sie sind auf kleinen Büschen und krautigen Gewächsen wie den Doldenblütlern zu finden. Von der Streifenwanze werden  sonnige Wiesen, Ödland und Wegränder als Lebensraum bevorzugt.

Der Körper der Streifenwanze ist durchgängig rot gefärbt, mit breiten dunklen Längsstreifen. Ähnlich sieht ihr die gefleckte Streifenwanze, welche im oberen Schildbereich noch zusätzliche Punkte aufweist, jedoch in Deutschland nicht heimisch ist. Mit ihrer auffälligen Zeichnung ist die Streifenwanze leicht auf ihrer Nahrungspflanze zu erkennen.

Die Streifenwanze besitzt einen ca. 1 cm langen Körper. Ihr Körper ist insektentypisch gegliedert und leicht oval geformt. Der Kopf wirkt sehr schmal im Vergleich zum Körper. Die Flügel ragen nur wenig unter dem Schild hervor. Die Fühler sind 5-gliedrig und die Tarsen 3-gliedrig.

Paarung Streifenwanze

Die Streifenwanze ernährt sich aus den Säften von Pflanzen, insbesondere von Doldenblütlern. Meistens hat die Saftentnahme durch Wanzen für die Pflanzen kaum Folgen, nur einige Saugspuren bleiben zurück. Dabei tastet die Wanze die Pflanzenoberfläche zunächst vorsichtig mit der Rüsselspitze ab. Ist eine passende Stelle gefunden, sticht sie dort mit ihren Stechborsten  ein und beginnt mit dem Rüssel zu saugen.

Nach der stark ritualisierten Paarung im späten Frühjahr legt das Weibchen die Eier an einer Blattoberfläche ab. Die nach 1 – 2 Wochen schlüpfenden Larven werden weiter von dem Weibchen bewacht. Nach 5 Häutungen sind die Streifenwanzen geschlechtsreif. Sie überwintert als Vollkerfe.



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