Persischer Ehrenpreis

Persischer Ehrenpreis (Veronica persica)
syn. Acker-Ehrenpreis

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Ordnung: Rachenblütlerartige (Scrophulariales)
Familie: Rachenblütler (Scrophulariaceae)
syn. Braunwurzgewächse

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00186

Neophyt

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Der Persische Ehrenpreis ist eines der häufigsten Ackerunkräuter in Deutschland. Erst im 19. Jahrhundert ist es als Zierpflanze für bot. Gärten bei uns eingeführt worden. Seine ursprüngliche Heimat liegt in Kleinasien. Sehr schnell ist es verwildert und hat sich rasant in Mitteleuropa ausgebreitet bzw. befindet sich noch heute in Ausbreitung. Es bevorzugt offene, nährstoffreiche Lehmböden bzw. Ruderalflächen. Auch an Feldrändern und auf Schuttplätzen oder Kiesgruben setzt er sich schnell fest. Auf Sandböden findet man ihn selten. Er kommt in Höhenlagen bis 1.700 Meter vor. Der Persische Ehrenpreis entzieht dem Boden Stickstoffverbindungen und wird daher oft als Unkraut bekämpft. Eine Verdrängung anderer Wildpflanzen durch den Persischen Ehrenpreis ist nicht gegeben.

Ehrenpreis

Der einjährige Persische Ehrenpreis blüht von Ende Februar bis Oktober, in guten milden Jahren auch bis in den Dezember hinein. Die Blüten haben einen Durchmesser von knapp einem Zentimeter und sind lang gestielt. Die Blütenstiele entspringen in den Blattachseln. Die Blüte ist leuchtend hellblau mit einem gelb-weißen Schlund. Die Kelchblätter sind länglich und nicht überlappend. Je Stängel findet man 10 bis 20 Einzelblüten als schwach traubigen, einseitswendigen Blütenstand. Die Krone hat eine kurze Röhre. Die Blüten sind 4-zipfelig; alle Zipfel sind dunkelblau geadert.

Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 40 cm. Die kräftigen Stängel sind meist niederliegend oder nur schwach aufgerichtet. Auf nährstoffreichen Böden bilden sich schnell viele Triebe aus. Die niederliegenden Ausläufer bilden selber keine zusätzlichen Wurzeln aus. Der Stängel ist oft rot überlaufen.

Die kräftig behaarten, knapp 3 cm langen Laubblätter sind rundlich bis fast herzförmig und am Rand grob gekerbt. Sie sitzen wechselständig, kurz gestielt bis fast sitzend am Stängel. Nur die untersten Blätter sind gegenständig angeordnet.

Die gestielten Früchte sind stark abgeflacht mit nur wenigen Drüsenhaaren. Bis zu 250 Samen, welche einige Jahrzehnte im Boden lebensfähig sind. Die Verbreitung erfolgt über Samen. Die Pflanze ist ein Dunkelkeimer; der Keimbeginn liegt bei 2 Grad. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.



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