Großer Wollschweber

Großer Wollschweber (Bombylius major)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Familie: Wollschweber syn. Hummelfliegen (Bombyliidae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00176

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Wenn im März die ersten warmen Tage in die Natur locken, fällt unter den wenigen bereits fliegenden Insekten ein kleines, hummelartiges Insekt ganz besonders auf. Es ist der Wollschweber, welcher mit seinem langen und kräftigen Rüssel vielen Menschen auffällt. Für uns Menschen ist er völlig harmlos, auch wenn sich einige vor dem langen Rüssel fürchten. Oft kann man ihn beobachten, wie er sich auf einem trocknen Blatt oder Stein ein wenig ausruht und sonnt. Wenn er Nektar aus Blüten saugt steht er förmlich in der Luft mit extrem schnellen Flügelbewegungen und lässt sich nicht, wie andere Insekten, nieder. Allenfalls die Vorderbeine liegen auf der Blüte auf. Dabei lässt er sich auch kaum stören. Sie sind ähnlich geschickte Flieger, wie die Schwebfliegen. Ihr Flug ist sehr ruhig, fast scheinen sie zu schweben. Sie sind in den sonnigen Bereichen von Waldrändern oder auf Wiesen und Gärten anzutreffen.

Der Große Wollschweber gehört zu der Familie der Wollschweber oder Hummelfliegen. Systematisch ist er daher eng mit den Fliegen verwandt. Der Große Wollschweber ist in ganz Europa verbreitet, zudem in Nordamerika, Asien und Nordafrika. Er kommt häufig vor und ist nicht gefährdet.

Der Große Wollschweber besitzt eine Körperlänge von ca. 13 – 16 mm. Sein kräftiger Rüssel besitzt ungefähr dieselbe Länge wie sein Körper. Der gesamte Köper ist stark pelzig, braun bis gelblich behaart. Auf den Flügeln findet sich eine gezackte, breite braune Binde (siehe Foto), welche den Vorderflügel einnimmt.

Der Große Wollschweber ernährt sich von Nektar, welchen er im Flug saugt. Daher steht er vor den Blüten förmlich in der Luft.

Seine Larven leben als Schmarotzer in den Nestern wilder Bienen oder anderer Hautflügler. Die Eiablage erfolgt in direkter Nähe der Wirtsnester. Die Eier werden dabei zum Schutz mit Sand eingepudert. Die Larven dringen allein in die Nester der Wildbienen ein. Zunächst leben sie von den Vorräten im Nest, später beginnen Sie die Bienenlarven zu fressen. Die Larven ändern während ihrer Entwicklung ihr Aussehen. Zunächst sind sie klein und sehr beweglich mit Beinen. Später sind sie eher madenartig, ohne Beine und sehr unbeweglich. Als Puppe erfolgt dann die Überwinterung. Ab März sind dann die fertig entwickelten Wollschweber zu sehen.

Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Seine Flugzeit liegt zwischen Ende März bis Mitte Mai.



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