Gemswurz

Gemswurz (Doronicum orientale)
syn. Balkan-Gemswurz, Gämswurz

Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00169

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Die Gattung Gemswurz ist mit 35 relativ anspruchslosen Arten in Europa weit verbreitet. Sowohl als Wildpflanzen wie auch als Zierpflanzen spielen sie eine große Rolle.

Die Gemswurz ist eine ausdauernde, mehrjährige Staudenpflanze, welche bevorzugt halbschattige Bereiche besiedelt. Kalkhaltiger, lehmiger und nicht zu nährstoffreicher Boden wird von ihr bevorzugt. Ursprünglich heimisch ist sie im Mittelmeergebiet und Balkan. Bei uns ist sie als Zierpflanze oft in Bauern- oder Steingärten verbreitet. Und wie so oft ist sie natürlich auch ausgewildert anzutreffen. Dort wo sie auftritt bildet sie nach kurzer Zeit durch ihre Ausläufer kleine Horste.

Die Gemswurz erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 und 60 cm. Sie sind im unteren Bereich fast kahl bis wenig behaart und besitzen nur weiter oben im Blütenbereich  Drüsen- und Wollhaare. Die Stiele sind aufrecht und kräftig.

Die einfachen, wechselständigen Blätter der Gemswurz sind herzförmig bis rund und wachsen direkt am Stiel. Die Blattspreite ist nur schwach gezähnt. Die größeren Grundblätter wachsen rosettenartig am Pflanzengrund.

Die auffälligen Blüten sind leuchtend gelb und sehr kräftig. Die einzelnen Köpfchen sind ca. 5 cm breit. Sie stehen einzelnen oder in kleinen Trauben am Stängelende. Der Körbchenboden ist leicht gewölbt ohne Spreublätter.

Die zweireihigen Hüllblätter sind lanzettlich ca. 1,5 cm lang. Die behaarten Früchte sind leicht gerippt.

Die Wurzeln sind dünn ausgeprägt und bilden lange Ausläufer, an deren Ende sich wieder neue Balttrosetten bilden.

Die Vermehrung erfolgt über Samen und Ausläufer (vegetative Vermehrung).

Als Gartenstaudenpflanze wird die Gemswurz gern angebaut. Als sehr früh blühende Pflanze ist sie auch für Insekten ein wichtiger Nahrungslieferant. Sie blüht zwischen Ende März und Juni. In Gärten wird die Pflanze oft durch Teilung vermehrt. Zu ihrer Beliebtheit hat sicher auch ihre ausgeprägte Tauglichkeit als Schnittblume geführt.  Ein Pflanzenrückschnitt verblühter Blüten führt zu längerer Blühdauer im Garten.



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