Rothalsbock

Rothalsbock syn. Gemeiner Bockkäfer
(vormals Leptura rubra - heute Corymbia rubra)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera )
Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00168

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Der Rothalsbock kommt in fast ganz Mitteleuropa vor. Außerhalb Europas findet man ihn bis Sibirien und südlich bis Nordafrika. Insgesamt ist er in höheren Lagen deutlich häufiger, als im Tiefland anzutreffen. In Deutschland ist er einer der häufigsten Bockkäfer. Er ist meist in der Nähe von totem Holz an Wegrändern oder sonnigen, waldnahen Wiesen zu beobachten. Oft findet man die Männchen auf Doldenblütlern, die Weibchen mehr auf Totholz, wo sie auch ihre Eier ablegen.

Der Rothalsbock ist tagaktiv und als typische Sommerart besonders in den warmen Mittagsstunden oft zu sehen. Seine Flugzeit liegt zwischen Juni und Spetember.

Auffälliges Merkmal aller Bockkäfer sind die langen, nach hinten hängenden Fühler. Die Fühler wirken wie die Hörner von Steinböcken. Daher auch die Namensgebung „Bockkäfer“. Auf dem Kopf finden sich kräftige Muskeln,  welche die langen Fühler zu halten bzw. bewegen.

Die Geschlechtsunterschiede (Geschlechtsdimorphismus) im Körperbau des Rothalskäfers sind sehr auffällig.

Der Rothalsbock erreicht eine Körperlänge von 12 – 20 mm. Wobei die Weibchen größer und gedrungener als die Männchen gebaut sind. Die Fühler der  Männchen sind sehr viel deutlicher gesägt, als die Fühler der Weibchen.

Männchen und Weibchen des Rothalsbocks sind unterschiedlich gefärbt. Die Flügeldecken, Füße und Schienen de Weibchen sind deutlich rot-braun, während die der Männchen eher gelb-braun wirken.

Im Gegensatz zu dem rot-braunen (oder gefleckten) Halsschild der Weibchen besitzen die etwas blasseren Männchen ein durchgehend schwarzes Halsschild. Die Flügeldecken der Weibchen sind leicht punktiert. Die Bilder dieser Seite zeigen das Männchen.

Der Rothalsbock ist der Lage laute Knartzgeräusche zu erzeugen. Diese entstehenden durch die Reibung des Halsschildes auf einer sogenannten Schrillplatte.

Morsches Totholz bildet die Nahrung für die Larven. Die Käfer fressen später Pollen und Blütenteile von Korbblütlern und Doldenblütlern.

Die Larven leben in abgestorbenen Nadelholzstämmen; vor allem Fichte und Kiefer. Als früher die Strom- und Telefonmasten noch aus Holz waren, stellte der Rothalsbock eine Gefahr für die Masten da. Die Larven durchbohren dabei das Holz mit einer Vielzahl von unregelmäßigen Gängen. Sie leben etwa 2 Jahre im Holz, bevor sie sich dort auch verpuppen. Der Käfer verlässt dann im Frühsommer das Holz durch eine selbst genagte Schlupföffnung. Aufgrund ihrer Vielzahl tragen die Larven sehr zum Abbau von Althloz in unseren Wäldern bei.



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