Großer Wiesenknopf

Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Ordnung : Rosenartige (Rosales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00163

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Der Große Wiesenknopf ist eine auffällge, meist kleine, heimische Blütenpflanze unserer Feuchtwiesen. Mit Ausnahme der Nordeuropas ist er überall in Europa heimisch.

Er wächst bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Man sieht ihn meist auf Feuchtwiesen oder Wiesen mit Bachläufen, aber auch in Mooren kommt er vor. Er dient also auch als Zeigerpflanze für Feuchte oder Wechselfeuchte. Der Boden sollte möglichst nährstoff- oder humusreich und lehmig sein. Im Gebirge über 2.000 Meter fehlt er ganz, ebenso in weiten Gebieten des Flachlandes, welche trockene Böden aufweisen. Auf den Wiesen sieht man ihn nie dicht gedrängt stehen, sondern locker über weite Fläche verteilt wachsen.

Typische Feuchtwiese mit viel Wiesenknopfanteil

Der Große Wiesenknopf kann gut von dem Kleinen Wiesenknopf  unterschieden werden, da dieser einen eher grünlichen Blütenkopf besitzt.

Er ist eine mehrjährige Staudenpflanze, die zwischen 25 und 140 cm Höhe erreicht. Die bis 2 cm langen, eiförmigen, traubigen Blütenköpfe leuchten braunrot bis rostbraun im Wiesengrün auf. Die zwittrigen Blüten stehen in Köpfchen dicht beieinander. Sie haben 4 Staubblätter mit gelben Staubbeuteln. Es sind jeweils 4 Hüllblätter. Die Einzelblüten haben einen Durchmesser von 2 - 3 mm. Die Blütenblätter fehlen; jeweils 4 fast dreieckige Kelchblätter. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Die Grundblätter sind rosettenartig angeordnet und unpaarig gefiedert. Die Stengelbätter entsprechen den Gundblättern, besitzen aber weniger Fiederpaare.

Die 2 – 5 cm langen, länglich geformten paarigen Blätter sind gefiedert und lang gestielt. Der Blattrand ist grob gezähnt. Die Stängel sind aufrecht und nur im oberen Bereich verzweigt.

Der Große Wiesenknopf blüht zwischen Juni und September.

Die Achänenfrüchte sind einsamig und werden über den Wind verbreitet.

Volkstümlich wurde der Große Wiesenknopf als Heilpflanze gegen Lungenleiden und zum Stillen von Blutungen genutzt. Seine Wurzeln enthalten wirksame Gerbstoffe.

Der Große Wiesenknopf ist nicht im Bestand gefährdet. Allerdings ist seine Verbreitung rückläufig, da die Wiesen immer früher gemäht werden und sich die Früchte entsprechend nicht mehr gut verbreiten bzw. ausreifen können.



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Großer Wiesenknopf

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