Meersenf

Europäischer Meersenf (Cakile maritima)

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00162

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Der Meersenf ist eine typische Blütenpflanze der Meeresküsten. An den breiten Stränden der Nordsee ist der Meersenf im Sommer ein wunderschöner Blickfang.

Im Binnenland ist er nur an salzführenden Gewässern zu finden. An den Küsten besiedelt er ganz Europa. In Deutschland ist der europäische Meersenf die einzige Art der Gattung Cakile. Er bewohnt als echte Strandpflanze die Meerseite der Dünen und des Strandes im Sandboden. Dies nennt man auch die Spülsaumpflanzengesellschaft. Der Boden ist durch die aufgespülten Substrate sehr nährstoffreich und salzhaltig.

Europäischer Meersenf

Der Meersenf ist eine krautige, einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler.

Die Blätter sind wechselständig ohne Nebenblätter. Er erreicht eine maximale Wuchshöhe von 20 – 50 cm. Die fleischigen Blätter sind dick und unbeharrt. Sie sind ungeteilt bis doppelt fiederspaltig.

Die hellrosa Blüten sind, wie bei allen Kreuzblütlern, 4-zählig. Sie haben einen Durchmesser von ca. 4 – 8 mm. Die vier Kronblätter sind kreuzartig angeordnet. Es sind 6 Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die 4 eiförmigen Kelchblätter sind ca. 4 mm lang.

Die Blüten finden sich oft dicht gedrängt am Stängelende, so dass ein leicht doldiger Eindruck entsteht. Nach dem Verblühen drängen kräftige Fruchtstände hervor.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September. Die Bestäubung erfolgt über Insekten.

Die Früchte sind schwimmfähig und verbreiten sich über das Wasser am Spülsaum. Es handelt sich um zweiteilige, bis 5 cm lange Schoten. Die reife Frucht enthält verholzte Luftkammern, so dass sie gut schwimmfähig ist. Über den Weg des Spülwassers hat der Meersenf schnell weite Verbreitung gefunden.

Vor dem Feldanbau von Kohlarten in Europa war der Meersenf eine typische Futterpflanze für den Großen Kohlweissling.



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