Rainfarn

Rainfarn (Chrysanthemum vulgare)
syn. Wurmkraut

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00158

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Der Rainfarn ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und kommt häufig vor. Er ist oft an Weg- oder Feldrändern, Ruderalflächen oder an Ruinen zu beobachten. In Höhenlagen über 1.000 Meter kommt er kaum noch vor. Oftmals wird er auch als Zierpflanze gepflanzt. Nährstoffreiche, sonnige Lehm- oder Tonböden werden von dem Rainfarn bevorzugt besiedelt. Oft findet man ihn vergesellschaftet mit dem Beifuß. Der Rainfarn ist nicht im Bestand gefährdet und befindet sich derzeit noch weiter in der Ausbreitung.

Rainfarn Pflanze

Der Rainfarn erreicht eine Wuchshöhe von 80 – 120 cm. Die gelben, ca. 1 cm großen, scheibenartigen Blütenköpfe sind zu Doldenrispen angeordnet. Die Blüten sind halbkugelig und oben abgeflacht; die Kronblätter fehlen. Alle Blüten sind röhrenförmig. Die Hüllblätter sind hellgrün und kahl. Die Achänen sind ca. 1 - 2 mm lang. Der Blütenboden besitzt keine Spreublätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. 5 Staubblätter; die Staubbeutel sind miteinander verklebt. Die Randblüten haben eine kurze gelbe Zunge.

Der Bestäubung erfolgt über Insekten.

Rainfarn nah

Die doppelt gefiederten Laubblätter sitzen wechselständig am Stängel und können im unteren Bereich ca. 25, nach oben hin nur 10 cm lang werden. An jeder Seite der Blätter sitzen 7 – 12 Fiedern. Der Blattrand ist gesägt. Der aufrechte, nach oben verzweigte Stängel ist nur wenig behaart und sehr dicht beblättert. Die Blätter riechen leicht herb-aromatisch.

Rainfarn Blätter

Volkstümlich wurde der Rainfarn als Wurmmittel und Mottenpulver eingesetzt. Sein Einsatz gilt aber als bedenklich, da er in größeren Mengen giftig ist. Bei Aufnahme und Kontakt mit dem Rainfarn kann es zu Reizungen der Schleimhäute und bei größerer Aufnahme auch zu Nieren- und Leberschäden kommen. Bei Aufnahme sehr großer Mengen ethrischen Öls kann es zu Herzbeschwerden, bis hin zum Herzstillstand kommen. Auch Hautallergien können durch ihn ausgelöst werden. Er enthält u.a.  etherische Öle wie Thujon und einige Bitterstoffe.

Die Blütezeit des Rainfarn liegt zwischen Juli und September. Auf zu frühen Schnitt reagiert der Rainfarn empfindlich.



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