Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)
syn. Junikäfer, Gartenkäfer

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera )
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
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Dokument: MZ 00156

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Der Gartenlaubkäfer ist ein in ganz Mitteleuropa vorkommender Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer. Aus seiner Gattung ist allein er bei uns heimisch.

Er kommt sehr häufig vor und ist nicht gefährdet. Typischerweise findet man ihn auf kleinen Wiesen, an Waldrändern und in Gärten oder Parkanlagen.

Gartenlaubkäfer auf Blüte

Er ernährt sich von den Blättern der Rosengewächse und anderer Blütenpflanzen. Die Larven des Gartenlaubkäfers fressen Wurzeln von Gräsern und anderen Kleinpflanzen. Durch den Wurzelfraß kann es bei den Pflanzen zu Schäden durch Wassermangel kommen.

Der Gartenlaubkäfer ist ca. 10 mm groß. Sein ganzer Körper ist stark behaart (s.a. Fotos). Die Flügeldecken sind dunkel bräunlich gefärbt. Das Halsschild und der Kopf schillern intensiv grün.

Junikäfer

Zwischen Ende Mai und Anfang Juli schlüpfen  an warmen Tagen gegen Abend die Gartenlaubkäfer aus ihren Puppen. Die Männchen schwärmen zuerst; die Weibchen folgen mit einigen Tagen Verspätung. Die Weibchen werden sehr schnell von umherfliegenden Männchen begattet. Die Ablage von ca. 20-40 Eiern erfolgt dann im tiefen Bodenbereich.

Zur Eiablage bevorzugt das Weibchen sonnige Bereiche mit lockeren, sandigen Böden. In den nächsten Tagen reift das Weibchen heran und frisst sehr viel Blätter. Oftmals kommt es noch  zu einer zweiten Begattung und Eiablage.

Die Larven (Engerlinge) schlüpfen ca. 4 -6 Wochen nach der Eiablage. Im Laufe der nächsten 10 Monate durchlaufen sie weitere 3 Larvenstadien, ehe sie sich zwischen April und Mai verpuppen. Aus den Puppen schlüpfen 2 – 3 Wochen später die Käfer. Im Winter ziehen sich die Engerlinge in tiefere Bodenschichten zurück. Die Larven im dritten Stadium leben dicht unter der Grasnarbe und werden dort leicht Beute von Wildschweinen, Maulwürfen oder Vögeln.

Die Käfer leben ca. 2 – 4 Wochen. In jedem Jahr lebt nur eine Generation.

Im Gartenbau gilt der Gartenlaubkäfer als Schädling und wird oft mit Insektiziden oder Fallen mit Lockstoffen getötet. Verbreitet ist auch der Einsatz natürlicher Feinde der Larven wie z.B. von Fadenwürmern (Nematoden) welche symbiotisch mit Bakterien zusammenleben, welche die Käferlarven schädigen.



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Gartenlaubkäfer

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