Manta

Riesenmanta (Manta birostris)
syn. Teufelsrochen

Überklasse: Fische (Pisces)
Klasse: Chondrichthyes (Knorpelfische)
Familie: Teufelsrochen (Mobulidae)
syn. Mantarochen

Autor: Matthias Zimmermann
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00150

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Alle Fotos: Olivier Notz


Es leben etwa 190 Rochenarten auf der Welt. Sie alle besitzen einen flachen, fast rhombischen Körper und nur einen kleinen (oder keinen) Schwanz. Die Familie der Teufelsrochen umfasst 10 Arten, wobei der Riesenmanta der größte Vertreter der Familie ist. Der Riesenmanta kommt in den geringen Wassertiefen von warmen, tropischen Gewässern unserer Erde vor.

Teufelsrochen wird der Riesenmanta auch genannt, ein Name der eher auf seine Erscheinung mit den kleinen Hörnern an den Kopfflossen zurückgeht, als auf sein Verhalten. Aufgrund dieser Hörner werden die Teufelsrochen auch Hornrochen genannt. Riesenmantas kommen nicht häufig vor und werden meist in kleinen Gruppen gesichtet.

Manta schwimmt

Rochen besitzen, wie auch die Haie und die Seedrachen, ein Knorpelskelett aus halbdurchsichtigem Bindegewebe. Alle anderen Fische haben ein Knochenskelett. Die Klasse der Knorpelfische umfasst nur ca. 3 % der Fischarten.

Der Riesenmanta zählt mit einer maximalen Körperbreite von fast 7 Meter Spannweite zu den Riesen im Meer. Jedoch beeindruckt nicht nur seine massive  Gestalt, sondern auch die Art der Fortbewegung. Während andere Manta-Arten mit den Flügeln eher wellenartige Bewegungen vollziehen, scheint der Riesenmanta mit langsamen Schlagbewegungen zu fliegen. Durch diese Art der Fortbewegung ist er auch deutlich beweglicher im Wasser und kann sogar Purzelbäume vollführen.

Riesenmanta

Mantas springen auch vollständig aus dem Wasser heraus und lassen sich laut klatschend auf die Wasseroberfläche fallen, den genauen Grund hierzu hat man noch nicht herausfinden können.  Für den Menschen ist der Riesenmanta jedoch völlig harmlos und Taucher können sich ihm gefahrlos nähern.

Meist sind Riesenmantas paarweise oder in kleinen Gruppen unterwegs. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rochen sind sie keine Bodenbewohner, sondern ziehen die Nähe der warmen Wasseroberfläche vor.

Die Seitenflossen (Brustflossen) sind flügelartig ausgebildet. Eine Schwanzflosse fehlt ihnen und die Rückenflosse ist nur in Ansätzen vorhanden. Riesenmantas können bis zu 1.500 kg wiegen. D.h. ihr Antrieb erfolgt nicht aus – wie sonst üblich – der Schwanzflosse, sondern über  die Brustflossen. Die Brustflossen werden dabei von den Riesenmantas flügelartig, langsam bewegt.

Der endständige Kopf geht direkt aus dem Körper hervor und setzt sich nicht ab. Neben dem sehr breiten Maul befinden sich die großen, lappenartigen und gut beweglichen Kopfflossen, welche zusätzlich die Nahrung in das Maul lenken. Die Zähne befinden sich nur im Unterkiefer. Das Maul wird beim Schwimmen immer offen gehalten, die kleinen siebartigen Rechen filtern so alle Nahrung heraus, bevor das Wasser die Kiemen erreicht. Der Riesenmanta ist wie der Walhai oder Blauwal ein Planktonfresser. Er filtert das Wasser nach kleinsten und kleinen Lebewesen.

Neben dem Plankton zählen auch kleine Schwarmfische und Krebse zu seiner Hauptnahrung. Durch das geöffnete Maul werden dabei sehr große Mengen Wasser geschleust.

Die Augen und Spritzlöcher liegen seitlich am Kopf. Die Spritzlöcher sind nur sehr klein, da die Mantas den frischen Sauerstoff über das Wasser aus dem Maul aufnehmen können

Die Befruchtung der Rochen findet innerlich statt. Die Tragezeit liegt bei ca. einem Jahr. Es werden ein bzw. selten zwei lebende Jungtiere geboren, welche bei der Geburt bereits eine „Flügelspannweite“ von fast einem Meter haben.



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