Grosses Sprinkkraut Blüte

Großes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
syn.
Rührmichnichtan , Waldspringkraut

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Ordnung: Storchschnabelartige (Geraniales)
Familie: Springkrautgewächse (Balsaminaceae)
Gattung: Springkräuter (Impatiens)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00146

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Das Große Springkraut ist eng verwandt mit dem Drüsigen Springkraut. Im Gegensatz zu diesem, ist das große Springkraut bei uns heimisch, jedoch ist es trotz des Namens deutlich kleiner als das Drüsige Springkraut.

Das Große Springkraut  ist weit verbreitet und nicht selten. Man findet es in ganz Mittel- und Nordeuropa an feuchten, halbschattigen Bereichen z.B. Wäldern, oftmals in der Nähe von Quellen oder Bächen. Häufiger ist es auch in Schluchten oder Auen zu finden. Es benötigt feucht-nasse, gut durchlüftete schwere Böden. In Gebirgen ist es bis ca. 1.200 Meter Höhe zu finden.

Großes Springkraut

Das Große Springkraut wächst in großen Beständen und verdrängt dort fast alle anderen Pflanzen. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, welche im Frühjahr sprießt und noch im selben Jahr blüht.

Die aufrechten Stängel erreichen eine Höhe von 60 – 90 cm. Die Stengel sind glasig durchscheinend mit Verdickungen an den Knoten. Die schmal-eiförmigen Blätter sind wechselständig, gezähnt und bis 10 cm lang.

Die wunderschönen, gelben, zwittrigen Blüten hängen an langen Stielen und sind in traubigen Blütenständen zusammengefasst. Der Blütenschlund ist hellgelb mit kleinen orangenen Punkten. Sie sind zweiseitig symmetrisch und zeigen einen ausgeprägten Sporn, der sie wie kleine Trompeten wirken lässt. Die Blüten sind ca. 2 – 4 cm lang. Die großen Blüten werden gern von Insekten besucht, meist finden sich Hummeln an den großen Blüten. Allerdings besitzt das Große Springkraut nicht die Attraktivität für Insekten, wie es das Drüsige Springkraut besitzt.

Die 5 Kronblätter sind verwachsen und innen gefleckt (Foto), nur das untere Kronblatt bleibt frei und dient den Insekten bei der Landung.

Die Früchte sind kleine spindelförmige Kapseln. Die Kapseln spannen sich nach der Blüte mit Zellwasser auf und besitzen dann einen hohen Innendruck. Bei Berührung platzt dann die Kapsel an definierten Stellen auf und die Samen fliegen in hohem Bogen bis zu einige Meter weit. Dieses Prinzip nennt man auch „Saftdruckstreuung“.  Dies trägt zu einer guten Verbreitung der Samen bei.  Diese Art der Verbreitung spiegelt sich auch in den Namen Springkraut und „Rührmichnichtan“ wider.

In Europa sind ca. 100 Arten heimisch, welche explosionsartig ihre Samen bei Berührung verstreuen. Rekordverdächtig ist  sicher die südeuropäische Spritzgurke mit mehr als 12 Meter Schußweite.

Das große Springkraut blüht von Juni bis September.



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