Schlangenknöterich

Schlangenknöterich (Polygonum bistorta)

Ordnung: Knöterichartige (Polygonales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
syn.
Nelkengewächse

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00143

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Der Schlangenknöterich ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Die mehrjährige, krautige Pflanze ist oftmals über weite Flächen in Wiesen eingestreut oder in dichten Nestern gewachsen. In Südeuropa findet man ihn mehr in Gebirgsregionen. Schlangenknöterich wächst in bis nahe 2.000 Meter Höhe. Er kommt häufig vor und ist nicht gefährdet.

Der Schlangenknöterich liebt feuchte Untergründe und gilt deshalb als Feuchteanzeiger. Typische Biotope des Schlangenknöterichs sind Moore, feuchte Wiesen und Teichränder. Die Böden sollten idealerweise kalkarm und nährstoffreich sein.

Tanzfliege auf Schlangenknöterich

Schlangenknöterich wird 40 – 130 cm hoch. Die Grundachse ist schlangenartig geformt. Die oberen Stengelblätter haben einen herzförmigen Grund und einen welligen Rand. Die bis 20cm langen Grundblätter sind länglich bis rund. Die Nebenblätter sind lang und spitz.  Auf der Oberseite sind die Blätter dunkel-grün und auf der Unterseite eher blau-grün.

Die endständigen Blüten sind rosa bis rötlich-weiss in einer 4-5 cm langen, ca. 2 cm breiten Scheinähre. Die Scheinähre blüht von unten nach oben auf. Die Staubblätter ragen weit aus den Blüten heraus. Die braunen Nüsse sind dreikantig und scharf geformt.

Der Stengel ist aufrecht und unverzweigt.

Der kräftige Wurzelstock ist S-förmig gedreht, woher der Schlangenknöterich seinen Namen erhielt. Die Verbreitung erfolgt über weit wachsende Ausläufer.

Schlangenknöterich mit Insekten

Die Blütezeit des Schlangenknöterich liegt zwischen Ende April und Juli, mit Schwerpunkt im Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Durch den hohen Nektargehalt wird der Schlangenknöterich sehr viel von Insekten angeflogen.

Schlangenknöterich auf Feuchtwiese

Schlangenknöterich enthält rel. viel Gerbstoffe, und diente in der Volksheilkunde als zusammenziehendes Mittel. Genutzt wurde ein Tee aus dem Wurzelstock.

Aufgrund der Schlangenform seiner Wurzel wurde der Schlangenknöterich früher auch als Gegenmittel bei Schlangenbissen eingesetzt.

Weidendes Vieh lässt den Schlangenknöterich fast immer stehen, so dass er sich auf feuchten Ackerwiesen - die nicht gemäht werden - als störendes Unkraut entwickeln kann.



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Schlangenknöterich

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