Margerite

Margerite (Chrysanthemum leucanthemum,
Leucanthemum vulgare Gruppe)
syn. Wiesenwucherblume

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00137

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Einführung und Verbreitung
Die Margerite gehört zu den typischen Wiesenblumen. Ihre hellen Köpfe sind auf grünen Wiesen sofort zu entdecken und bestimmen dort das Bild.  Sie tritt immer in großen Blütengemeinschaften auf.

Die Margerite ist in ganz Europa und Nordamerika verbreitet. Man findet sie bis in die alpinen Hochlagen. Bevorzugt werden lichte Wiesen und Pionierböden. Auch auf Magerwiesen und Halbtrockenböden sieht man die Margerite häufiger. Zu nasse Böden werden gemieden.

Margerite Blüte

Die Margerite ist keine hochwertige Futterpflanze und wird daher auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen nur ungern gesehen, da sie andere Futterpflanzen verdrängt.

Die Margerite ist nicht gefährdet und weit verbreitet, sie befindet sich aber dennoch im Rückzug.

Pflanze
Der kantige, kahle Stengel wächst fast einen halben bis einen Meter hoch und endet in meist nur einem Blütenköpfchen; nur selten ist der Stengel verzweigt. Die Grundblätter sind gestielt.

Die zungenförmigen Blätter sind wechselständig, grob gezähnt bzw. gelappt.

Margerite Wiese

Als Korbblütler sind bei ihr sehr viele Einzelblüten zusammengefasst und von weißen, überlappenden Zungenblüten umgeben (Fotos). Diese meist etwa 15-25 Hüllblätter sind am Ende 3zähnig und ca. 1,5 – 2,5 cm lang. Die Köpfchen können einen Durchmesser von ca. 4-6 cm aufweisen. Die Röhrenblüten in der Mitte des Köpfchens sind golfgelb und riechen sehr intensiv. Die Fruchtknoten sind unterständig. Die kleine Nussfrucht (Achäne) ist knapp 3 mm lang und bräunlich gefärbt.

In jungem Zustand werden die Sprosse auch in Salaten verzehrt.

Margerite mit Käfer

Entwicklung und Vermehrung
Die Margerite ist eine typische Pionierpflanze. Auf frisch besiedelten Wiesen tritt sie schnell in großen Gruppen auf. Dies liegt an der Art ihrer Vermehrung. Mit ihrer tiefen Pfahlwurzel bildet sie zugleich Ausläufer und Luftsprosse. So kann sie sich im direkten Umfeld sehr schnell und eng ausbreiten. Andere Wiesenblumen kann sie so erfolgreich verdrängen.

Die Blütezeit der Margerite liegt zwischen Mai und Oktober.

Margerite Stengel

Besonders beliebt ist die Margerite bei der veränderlichen Krabbenspinne, welche auf ihr optimal getarnt ist, zudem hängt sie sich oft direkt unter das breite Köpfchen.

In der Volksmedizin wurde die Margerite früher bei Erkältungen oder zur Wundheilung eingesetzt. Jedoch ist sie deutlich wirkungsärmer als die Kamille und daher heute nicht mehr eingesetzt.

Als Zuchtform wird die Margerite häufig in Gärten genutzt. Besonders beliebt in ist die in Kübeln wachsende Strauchmargerite.



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