braune Laufspinne

Braune Laufspinne (Philodromus cespitum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Laufspinnen (Philodromidae)
Gattung Flachstrecker (Philodromus)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00132

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Die braune Laufspinne gehört zu der Gattung Philodromus, welche einen besonders ausgeprägt flachen Hinterleib und einen fast kreisrunden Vorderkörper besitzen. 16 Arten der Gattung Philodromus sind in Europa heimisch.

Laufspinnen besitzen einen abgeflachten Körper und wagerecht ausgebreitete, gleichmäßig lange Beine. Der abgeflachte Körper der Laufspinnen ist vor allem ihrem Hauptlebensraum, der Baumrinde, geschuldet. Mit den Krabbenspinnen sind die Laufspinnen eng verwandt, dies ist auch an der Beinstellung sichtbar. Auch sind sie in der Lage seitlich und rückwärts zu laufen. Gut unterscheidbar sind die Laufspinnen von den Krabbenspinnen an 2 Punkten:
- die Länge der hinteren Beine entspricht den Vorderbeinen
-
der abgeflachte Körper.

In Europa sind Laufspinnen mit 25 Arten weit verbreitet, jedoch nicht allzu häufig. Ähnlich wie die Krabbenspinnen leben sie ohne Fangnetz. Aber anders als die Krabbenspinnen (Ansitzjäger) sind sie freie Raubtiere, welche ihre Beute geschickt jagen. Sie sind sehr schnelle Läufer. Oftmals erbeuten sie nur kleine Insekten, z.B. Fliegen.

Die braune Lauspinne lebt auf kleinen Blättern und Zweigen von Bäumen und Büschen. An Waldrändern, Gärten und kleinen Buschgruppen sind sie oft anzutreffen.  Neben Philodromus Aureolus ist sie die häufigste heimische Flachstreckerspinne. Ähnlich den Springspinnen sind sie sonnenliebend.

Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von 7-8 mm, die Männchen 4-5mm.

Die Männchen sind dunkelbraun gefärbt, mit einem leichten metallischem Grünschimmer. Die Weibchen sind eher Rotbraun mit einem breiten hellen band auf dem Vorderkörper.

Die Beine sind breit hell-dunkel geringelt. Auf dem Hinterleib ist ein dunkler Spießfleck sichtbar. Nach vorn besitzen sie 2 kleine Augenpaare mit geringem Abstand zu ihrer Stirn, wobei die Mittelaugen näher zu den Seitenaugen als zueinander stehen. Da ihnen die Zähnchen auf den Chelicerenklauen fehlen, saugen sie ihre Beute „nur“ aus, anstatt sie auch zu zerkauen.

Bei Gefahr drücken sie sich flach auf den Boden daher auch ihr deutscher Name: Flachstrecker. In ihren Drohbewegungen ähneln sie den Krabbenspinnen, dabei heben sie auch die ersten Beinpaare und bewegen sich auf den Angreifer zu.

Ähnlich wie die Wolfspinnen trommeln die Flachstrecker vor der Paarung mit ihren Tastern auf den Untergrund, um das Weibchen zu beruhigen und sich gefahrlos nähern zu können.

Nach der Paarung befestigt die Laufspinne ihren Eikokon auf flachen Blättern oder Rinde und bewacht ihn. Die Jungspinne werden bis zum Herbst ausgewachsen und überwintern unter der Rinde abgestorbener Bäume.

Reife Exemplare der brauen Laufspinne findet man zwischen Mai und August.



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