Glanzkrabbenspinne

südliche Glanz-Krabbenspinne (Synaema globosum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Krabbenspinnen (Thomisidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00120

Alle Fotos Kühkopf/Südhessen

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Die südliche Glanz-Krabbenspinne ist in Deutschland extrem selten zu finden (Rote Liste) und eigentlich im Mittelmeerraum heimisch. Natürlich ist sie sehr wärmeliebend und sonnenhungrig, so dass sie nur in Wärmeinseln bei uns überleben kann. Im Mittelmeerraum ist sie dagegen eine häufige Spinnenart.

Meist sitzt sie in den Blüten von Doldenblütlern. Wie fast alle Krabbenspinnen ist sie dabei optimal getarnt und für ihre Opfer nur sehr schwer zu entdecken. Sie zieht daher gelbe und weiße Blüten zur Tarnung vor. Sie ist auf sonnigen Wiesen und Waldrändern zuhause.

Krabbenspinnen sind durch ihren Körperbau leicht zu erkennen. Der Körper der Krabbenspinnen ist länglich und verbreitet. Auffällig ist die unterschiedliche Länge ihrer Beinpaare, wobei die beiden Vorderbeinpaare deutlich länger und kräftiger sind.

Wird die Glanzkrabbenspinne angegriffen hebt sie ihre Vorderbeine zur Verteidigung.

Ihren Namen haben die Krabbenspinnen durch ihren krabbenartigen Gang erhalten.

In Europa umfasst die Familie der Krabbenspinnen ca. 40 Arten. Neben den Springspinnen und Radnetzspinnen sind es sicher die häufigsten Spinnen in unserer heimischen Natur.

Nach vorn blicken Krabbenspinnen aus 2 Augenpaaren, wobei die größeren Augen außen liegen und die inneren 2 Augen relativ weit voneinander entfernt sind..

Auf dem Kopf über den Augen befindet sich noch eine Reihe aus 4 Augen, welche bei der Glanzkrabbenspinne nur schwer zu erkennen sind.

Die großen Weibchen erreichen eine Körperlänge von 8mm, wie auf den Fotos hier zu sehen. Die Männchen bleiben mit 4mm Körperlänge nur halb so groß.

Die Beine (besonders die Hinterbeine) der Glanzkrabbenspinne sind hell-dunkel geringelt


Foto: Danijel

Der gesamte Spinnenkörper ist stark glänzend, was ihr auch den Namen gegeben hat. Der Vorderkörper und die vordern Beine sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt.

Nur ein kleiner Ring um die Augen ist heller gefärbt.

Der Hinterleib ist gelb, weiß oder rot mit einer schwarzen Zeichnung. Ein Farbwechsel wie bei der veränderlichen Krabbenspinne findet nicht statt.

Typisch für diese Art ist diese fischgrätenartige Zeichnung auf dem Hinterleib (Foto). Durch diese Zeichnung kann die Art sicher bestimmt werden.

Krabbenspinnen sind  Ansitzjäger, die keine Fangnetze bauen, d.h. sie sitzen ganz ruhig und warten bis sich eine Beute nähert. Ist diese nah genug, schnellen sie blitzschnell vor und überwältigen die Beute. Da die beiden vorderen Beinpaare deutlich länger als die hinteren sind, können hiermit die gefangenen Opfer festgehalten und so weit vom Körper ferngehalten werden, dass sie nicht stechen können. Sofort spritzt die Spinne ihren Verdauungssaft in den Körper des Insekts und kann kurz danach das Insekt aussaugen. Nicht nur kleine Insekten werden Opfer der Krabbenspinnen. Auch Hornissen, große Falter und vor allem Käfer fallen ihnen zum Opfer.

Reife Glanzkrabbenspinnen findet man von Mai bis Juli.



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