gelbbeinige Sonnenspringspinne

Gelbbeinige Sonnenspringspinne (Heliophanus flavipes)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Heliophanus

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00118

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Durch die Wahl der Zebraspringspinne zur Spinne des Jahres 2005 sind die Springspinne etwas mehr in den Blickpunkt geraten. Wenn man genauer hinsieht kann man sie eigentlich häufiger entdecken als die Radnetzspinnen.

Die Familie der Springspinnen ist in Mitteleuropa mit über 80 Arten (weltweit ca. 4.000) vertreten und damit eine der größten heimischen Spinnenfamilien. Bedingt durch ihre kleine, kurzbeinige Gestalt werden die Springspinnen häufig nicht wahrgenommen oder mit den flinken Wolfspinnen verwechselt.

Sonnenspringspinne

Springspinnen können sehr einfach an ihren großen Augen und der typischen untersetzten Körperhaltung erkannt werden.

Die Gattung Heliophanus ist mit 11 Arten in Mitteleuropa vertreten, welche alle einen typischen Glanz aufweisen. Wie alle Springspinnen sind sie sehr sonnenliebend und ziehen sich bei schlechtem Wetter in ihre kleine Wohnhöhle zurück.

Die gelbbeinige Sonnenspringspinne ist vornehmlich in der Krautschicht auf sonnigen Wiesen anzutreffen. Dort bewegt sie sich sehr schnell mit kleinen Sprüngen zwischen den Blättern und Ästen umher. Obwohl sie vom Ansehen her sehr massiv wirkt, ist sie doch recht klein. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von ca. 5 mm, die Männchen sogar nur 3 mm. Die Fotos auf dieser Seite zeigen die weibliche Form.

Wie alle Springspinnen ist auch sie ein Augentier mit 2 großen Augenpaaren nach vorn. Sie kann im Nahbereich deutlich besser als ein Mensch sehen. Hat sie eine Beute entdeckt nähert sie sich vorsichtig an und überbrückt die letzten Zentimeter mit einem großen Sprung. Die Beute wird dann mit einem Biss überwältigt. Bei ihren Sprüngen produziert sie immer einen Sicherheitsfaden, an dem sie sich zurückziehen kann, falls mal ein Sprung daneben geht.

Die Beine und Pedipalpen sind gelb gefärbt und fallen gegen den dunklen Körper stark auf. Die letzten beiden Beinpaare sind z.T. streifenartig dunkel eingefärbt.

Der Kopf und Vorderköper sind weitgehend schwarz, nur zwischen Kopf und Vorderleib verläuft eine weiße Linie. Der Hinterleib ist von einem weißen Streifen umzogen. Auf der Oberseite des Hinterleibs sind deutlich 4 weiße Flecke zu erkennen. Die weißen Zeichnungen fehlen bei den Männchen.

Heliophanus flavipes kann leicht mit H. cupreus verwechselt werden. Zur Unterscheidung dienen dabei die Streifen an den Beinen, welche bei H. flavipes nur die beiden hinteren Beinpaare umfasst.

H. cupreus; gut zu erkennen an den schwarzen Zeichnungen auf allen Beinen.

Reife Exemplare können in den Sommermonaten an sonnigen Waldrändern und Wiesen beobachtet werden.

Die Eier werden von dem Weibchen am Boden unter Steinchen oder Ästen in einem Kokon geschützt eingewoben und versteckt am Boden befestigt.



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