braune Krabbenspinne

Busch-Krabbenspinne
syn. Braune Krabbenspinne (Xysticus cristatus)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Krabbenspinnen (Thomisidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
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Dokument: MZ 00116

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Die Krabbenspinnen sind die vom Körperbau auffälligsten Spinnen. Ihr Körper ist abgeflacht und verbreitert. Die Beine stehen seitlich ab und sind relativ lang. Die Vorderbeine sind deutlich länger und kräftiger als die hinteren Beinpaare. Hierdurch sind die Krabbenspinnen auch in der Lage in alle Richtungen zu laufen. Ihre Ähnlichkeit im Körperbau zu den Krabben gab ihnen den Namen.

In Europa gehören die Krabbenspinnen neben den Radnetzspinnen und den Springspinnen zu den häufigsten und bekanntesten Spinnen. Ca. 40 Arten umfasst die Familie der Krabbenspinnen in Europa.

Buschkrabbenspinne

Zwischen Mai und Juli trifft man in Deutschland die braune Krabbenspinne häufig auf Wiesen oder an sonnigen Waldrändern mit halbhoher Vegetation an. Sie ist weit verbreit und nicht gefährdet. Zugleich ist die braune Krabbenspinne die häufigste Art der Gattung Xysticus, welche 18 Arten aufweist.

Die Krabbenspinnen lieben warme und sonnige Verhältnisse, sehr ähnlich wie die Springspinnen. Dabei sind sie meist in Blütennähe zu finden. Besonders gern sitzen sie hinter oder unter den Blütenblättern versteckt; oftmals verstecken sie sich auch zwischen Blüten kleinerer Büsche.

Busch-Krabbenspinne mit Opfer

Krabbenspinnen sind typische Ansitzjäger die keine Netze bauen, d.h. sie sitzen ganz ruhig und warten bis sich eine Beute nähert. Ist dies nah genug, schnellen sie blitzschnell vor und überwältigen die Beute. Da beiden vorderen Beinpaare deutlich länger als die hinteren sind, können hiermit die gefangenen Opfer festgehalten und so weit vom Körper ferngehalten werden, dass sie nicht stechen können. Sofort spritzt die Spinne ihren Verdauungssaft in den Körper des Insekts und kann kurz danach das Insekt aussaugen. Nicht nur kleine Insekten werden Opfer der Krabbenspinne. Auch Hornissen, große Falter und vor allem Käfer fallen ihr zum Opfer.

Braune Krabbenspinne im Ansitz

Bei Bedrohung wendet sich die braune Krabbenspinne direkt gegen den Feind und öffnet ihre Beinpaare um direkt anzugreifen.

Die Weibchen werden ca. 8 mm lang, die Männchen ungefähr nur die Hälfte. Die Grundfarbe des Körpers und der Beine sind dunkle bis helle brauntöne. Der Vorderkörper ist sehr dunkel, auf der Oberseite befindet sich ein nach hinten laufender heller Streifen mit einem dunkeln Dreieck in der Mitte (s. Foto) in Gegenrichtung. Das dunkle Dreieck überzieht fast den gesamten Vorderkörper. Die Beine sind mit dunklen Flecken und Streifen versehen.

Auf dem Hinterleib findet sich eine große, helle Blattzeichnung, welche durch helle Querlinien aufgeteilt erscheint. Nach vorn blickt die Krabbenspinne aus 2 Augenpaaren, wobei die größeren Augen außen liegen.
Auf dem Kopf über den Augen befindet sich noch eine Reihe aus 4 Augen.

Reife Exemplare kann man von April bis Juni entdecken.

Vor der Paarung wird das Weibchen durch das Männchen mit einigen Fäden „gefesselt“. Allerdings dies nur symbolischen Charakter, den nach der Paarung entfernt sich das Weibchen unbeeindruckt aller Fäden.

Buschkrabbenspinne mit Eikokon

Die Eier werden dann von ihr in einem Kokon eingesponnen und ähnlich wie bei der veränderlichen Krabbenspinne verteidigt. Dabei setzt sich die Spinne direkt auf den Kokon (s.Foto) und bewacht ihn. Nun kann sie nicht mehr jagen und bewacht bis zu ihrem Tod den Kokon. Die jungen Spinnen schlüpfen gegen Ende Sommers und überwintern in kleinen Bodenritzen.

Häufig verbringt eine Krabbenspinne ihr ganzes Leben auf einer einzigen Pflanze.



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