Pillenkäfer

Gemeiner Pillenkäfer (Byrrhus pilula)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera )
Familie: Pillenkäfer (Byrrhidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
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Dokument: MZ 00115

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Die Pillenkäfer kommen in Europa (auch in Nordeuropa) und Teilen Asiens vor. Sie sind häufig und praktisch überall verbreitet. Ihre Lebensräume erstrecken sich von den Tälern bis in die Hochgebirge. Weltweit sind ca. 800 Arten der Pillenkäfer zu finden, in Europa sind es etwa 35 Arten, welche in feuchteren Umgebungen leben.

Pillenkäfer frontal

Der gemeine Pillenkäfer ist der häufigste Vertreter seiner Familie und vor allem in dichter bewachsenen Gebieten zu finden.

Die Panzer der Pillenkäfer gehören zu den besten und festesten Panzern der Käfer überhaupt. Die Pillenkäfer ziehen bei Gefahr alle Extremitäten in Körpermulden ein und bilden eine Art feste, geschützte Kugel. Diese Kugel kann sogar gefressen werden und übersteht den Verdauungstrakt unbeschadet. Diese Besonderheit des „Totstellens“ gab Ihnen den Namen Pillenkäfer.

Die Körperlänge des gemeinen Pillenkäfers beträgt 6 – 10 mm, damit gehört er zu den größeren Pillenkäfern. Sein Körper wirkt  längsgestreckt, dick und gewölbt. Die Flügeldecken sind grob dunkelbraun und goldfarben in Längsfleckenreihen Toment gepunktet. Das feste Halsschild ist dagegen dicht punktiert und schließt eng an die Flügeldecken an.

Pillenkäfer Flugstart

Ihre Antennen sind 11-gliedrig deutlich gegliedert und zum Ende hin ohne Endkeule verdickt. Die Beine und Fühler sind dunkelbraun. Die Schienen und Schenkel sind flach und breit. Die Schienen besitzen kleine Rinnen, welche beim Zusammenfalten die Füße aufnehmen. Schon am ganzen Körperbau ist zu erkennen, wie sich diese Käfer zusammenfalten.

Pillenkäfer Seitansicht

In Moospolstern entwickeln sich die Larven der Pillenkäfer unterirdisch. Sie ernähren sich von den Mooswurzeln. Die ausgewachsenen Käfer leben dann vom Moos.

Andere Arten der Pillenkäfer sind deutlich seltener, da sie Extrembiotope besiedeln, Sandmagerrasen, Moore oder Hochgebirge (dann flugunfähig).



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