Laufspinne

Laufspinne (Philodromus dispar)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Laufspinnen (Philodromidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00111

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Laufspinnen sind in Europa mit 25 Arten weit verbreitet, jedoch nicht allzu häufig. Ähnlich wie die Krabbenspinnen leben sie ohne Fangnetz. Aber anders als die Krabbenspinnen (Ansitzjäger) sind sie sehr gewandt und jagen geschickt  ihre Opfer.

Die Körperlänge dieser kleinen Laufspinne liegt bei 4 – 5 mm. Die langen Beine weisen dunkle Flecken auf. Die Beinpaare sind im Unterschied zu den Krabbenspinnen im wesentlichen gleich gebaut, während bei den Krabbenspinnen die beiden hinteren Beinpaare stark verkürzt sind und auch der Köper viel massiger ist.

Der Vorder- und Hinterleib sind dunkelbraun gefärbt und zeigen einen typischen weißen Rand. Die Männchen sind deutlich dunkler, als die gelb-braunen Weibchen gefärbt. Ihre Gestalt wirkt flach und gestreckt. Typisch für diese Laufspinnen-Art ist die weiße Umrandung des Körpers.

Bei Gefahr drücken sie sich flach auf den Boden (s. Foto), daher auch ihr deutscher Name: Flachstrecker. In ihren Drohbewegungen ähneln sie den Krabbenspinnen, dabei heben sie auch die ersten Beinpaare und bewegen sich auf den Angreifer zu.

Nach vorn besitzen sie 2 kleine Augenpaare mit geringem Abstand zu ihrer Stirn, wobei die Mittelaugen näher zu den Seitenaugen als zueinander stehen.


Weibchen von Philodromus dispar

Man sieht sie meist in der niedrigen Strauch- oder Krautschicht, bzw. an Stämmen von Nadelbäumen. Bei gutem Wetter kann  man sie zuweilen auch an Hauswänden beobachten. Sie verirren sich zudem hin und wieder in bewohnte Gebäude. Ähnlich wie Springspinnen gehören  sie zu den sonnenliebenden Spinnen.

Reife Exemplare findet man zwischen April und August. Die Paarungszeit ist der frühe Sommer.



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