Kojote

Kojote (Canis latrans) syn. Prärie- oder Heulwolf

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Raubtiere (Carnivora)
Familie:Hundeartige (Canidae)
Gattung: Echte Hunde (Canis)

Autor: Matthias Zimmermann
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MW 00084
Fotos: Uwe Walz

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Einführung und Verbreitung
Der Kojote zählt zu den Hundeartigen. Die wichtigsten Gattungen der Familie der Hunde sind die Echten Hunde (Canis) mit u.a. dem Wolf, Kojoten und Schakal, sowie den Echten Füchsen (Vulpes) mit z.B. dem Rotfuchs. Der Kojote ist dem Wolf sehr nahe verwandt, jedoch deutlich kleiner als dieser.

Während der Kojote früher vor allem im Westen Nordamerikas zu finden war, ist er heute fast über den ganzen Kontinent Nordamerikas verbreitet. Besonders seine Anpassungsfähigkeit und sein breites Nahrungsspektrum helfen ihm dabei. Trotz der massiven Verfolgung durch den Menschen konnte der Kojote sich bis heute behaupten und sein Verbreitungsgebiet vergrößern.

Cojote

Körperbau
Wie alle Hunde besitzt der Kojote eine spitze Schnauze, einen kräftigen Körper, lange Ohren und einen Schwanz mit schwarzer Spitze. Hunde sind Zehenläufer, ihre kräftigen nicht einziehbaren Krallen geben ihnen besonderen Halt. Ihr Fell ist grauschwarz bis gelblich; der Rücken ist schwarz gefärbt. Kehle und Brust sind weiss. Kojoten besitzen ein Körpergewicht von 10 – 15 KG.

Der Geruchssinn ist sehr gut ausgeprägt wie bei allen Hunden und spielt in der Kommunikation eine große Rolle. Besonders die Revierabgrenzung mit Kot bzw. Urin ist weit verbreitet und auch bei dem Haushund zu beobachten. Zudem finden sich am Schwanz noch weitere Duftdrüsen. Die Markierung dient auch allgemein der Information, sie dient quasi als „Visitenkarte“ im Sinne von „Ich war hier“. Hunde sind also typische „Nasentiere“. Ihr Gehör ist auch empfindlich, während der Gesichtssinn nur durchschnittlich arbeitet.

Der Kojote ist ein ausdauernder Läufer und kann dabei Geschwindigkeit bis zu 65 km/h erreichen.

Kojote im Sprung

Ernährung
Wie auch der Wolf, ist der Kojote anpassungsfähig in der Nahrungsaufnahme. Der Kojote nimmt auch mit Kleinsäugern, Reptilien, Lurchen und Aas bis hin zu Insekten und Früchten vorlieb. Im Winter finden Kojoten wenig Nahrung und verhungern leicht, da sie wegen der niedrigen Temperaturen einen hohen Energiebedarf haben.

Sie sind als Abfallbeseitiger der Natur überaus wichtig und verhindern die Entstehung von Seuchen und Krankheiten indem sie auch verwundete und kranke Tiere reissen.

Verhalten
Kojoten leben nur selten im Rudel mit einem engen Sozialsystem, sondern fast immer paarweise, manchmal auch allein. Kojotenpaare bleiben fast ein Leben lang zusammen. Sie grenzen ihr Revier ab und verteidigen es gegen Eindringlinge. Hiermit stehen sie zwischen Rudeltieren wie dem Wolf und dem Einzelgänger Rotfuchs. Sein Heulen geht über das des Wolfes hinaus und umfasst auch bellende Töne. Zum Angriff stößt der Kojote ein tiefes Knurren aus.

Ein Kojotenpaar bewohnt gemeinsam eine Höhle. Oft werden auch hohle Bäume aus Höhle genutzt.

Kojote im Schnee

Fortpflanzung und Entwicklung
Die Paarungszeit liegt in den ersten Monaten des Jahres. Rüden die dann kein Weibchen gefunden haben, müssen ein Jahr warten. Oft kommt es zu Kämpfen um ein Weibchen, wobei dieses hinterher nicht immer den Sieger als Partner wählt. Die Tragezeit dauert ca. 2 Monaten und es werden ca. 6 bis 10 Welpen geboren. Die Geburt findet in einer hinteren Kammer der Höhle statt. Die jungen Kojoten kommen im Frühjahr zur Welt. Das Männchen hilft bei der Aufzucht der jungen Kojotenwelpen und sorgt zu Beginn für die junge Familie. Zum Wechsel zwischen Milch- und Fleischnahrung erhalten die Welpen halbverdaute Fleischportionen. Die Familie bleibt oft noch während des folgenden Winters zusammen.


Da Kojoten nur wenig natürliche Feinde, neben dem Menschen, wie z.B. den Puma haben, wird ihr Bestand hauptsächlich über das Nahrungsangebot gesteuert. Ist zu wenig Nahrung vorhanden, werden auch Haus- und Zuchttiere angegriffen.

Für den Menschen stellt der Kojote keine grosse Gefahr dar, wird aber trotzdem noch viel bejagt.

Kojoten können ein Alter von ca. 15 Jahren erreichen.

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Coydog:
Coydogs nennt man die Kreuzung aus Kojoten mit Wildhunden, welche sich größenmäßig entsprechen. Im Gegensatz zu Kojoten können sie zweimal im Jahr Junge hervorbringen und verbreiten sich schnell. Auch die Nachkommen sind unbegrenzt fortpflanzungsfähig. Sie sind gegenüber Haus- und Zuchttieren sehr aggressiv.

Kreuzungen zwischen Kojoten und Wolf gibt es nicht. Treffen Kojoten und Wölfe aufeinander, wird der Kojote meist vom Wolf gerissen.



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