Balkenschröter

Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus)
s
yn. Zwerghirschkäfer

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera )
Familie: Schröter (Lucanidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00077

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In Mitteleuropa leben 6 Arten in 5 Gattungen der Familie der Schröter. Der bekannteste Vertreter ist sicherlich der Hirschkäfer (Lucanus cervus). Der Balkenschröter ist die einzige Art seiner Gattung in Deutschland und ist hier noch häufig anzutreffen. Vor allem in Laubwäldern hält er sich gern auf. Der Balkenschröter lebt dort in morschen oder faulendem Holz, gern auch in Auenwäldern entlang der großen Flüsse. In den letzten Jahren beeinträchtigt ihn ein Rückgang seiner Lebensräume in seiner Verbreitung beeinträchtigt.

Seine Aktivitäten tragen viel zum beschleunigten Abau von Totholz oder Baumstubben bei.

Balkenschröter Paar
Foto: Marc Zschaler; Balkenschröterpaar, rechts das Männchen

Zwischen Mai und August kann der Balkenschröter beobachtet werden. Tagsüber sieht man ihn hin und wieder über Waldwege laufen; gegen Abend kann man ihn auch fliegen sehen.

Sein Körper ist dunkelbraun bis schwarz und misst ca. 20 – 30 mm Länge.

Balkenschröter nah
Fotos: Jörg Kammel

Die Männchen besitzen einen besonders großen und breiten Kopf. Der Kopf und das Halsschild ist bei den Männchen grob und bei den Weibchen fein gepunktet.

Der Kopf ist beim Männchen genauso breit wie der Halsschild, bei den Weibchen hingegen deutlich schmaler. Die kräftigen Kiefer sind sehr scharf und können sogar die Haut eines Menschen durchbeißen. Die gerunzelte Flügeldecke ist glänzend und leicht punktiert.

Er ist sowohl am Tage, wie auch Nachts aktiv. Der Balkenschröter ernährt sich in erster Linie von Baumsäften, welche er aufleckt. Zur Not verspeist er aber auch Blätter.

Die Fühler sind 10-gliedrig mit einem Fächer aus 4 Endgliedern.

Seine Entwicklung dauert über einige Jahre. Die Käferlarven leben in morschem Holz, häufig in Eichen oder Buchen. Die Larven verpuppen sich nach 2 – 3 Jahren in einem kleine Gehäuse aus Holz- und Erdteilchen. Im Spätsommer schlüpfen dann die Käfer und überwintern meist noch in der Puppenwiege. Erst im folgende Frühjahr verlässt der Balkenschröter seinen Entwicklungsort. Seine Reifezeit dauert dann noch von Mai bis August.


Fotos: Jörg Kammel



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