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Erdmännchen syn. Surikaten (Suricata suricatta)Klasse Säugetiere (Mammalia) Autor: Matthias Zimmermann Dokument: MZ 00075 ► mehr Säugetiere |
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Einführung und Verbreitung
Jeder hat sie bereits im Zoo gesehen, die niedlichen kleinen Erdmännchen, mit ihrer stets vorhandnen Neugierde. Die Erdmännchen gehören zu den Schleichkatzen, haben sich jedoch getrennt von den Mungos entwickelt. Durch den Gebrauch ihrer Vorderpfoten und ihre Ernährungsweise unterscheiden sie sich deutlich von ihnen. Die Erdmännchen sind in Südafrika und umliegenden Ländern heimisch, wobei sie im südlichen Teil es Landes stärker verbreitet sind. Sie leben in steinigen und sandigen Flachgebieten, in denen außer Gräsern kaum Bewuchs vorhanden ist.
Erdmännchen sind in ihrem Bestand nicht bedroht. Nur selten werden sie gejagt oder verfolgt.

Körperbau
Die Erdmännchen sind sehr schlank und leicht gebaut. Sie erreichen eine maximale Körperlänge von fast 35 cm. Der Schwanz ist ca. 20 cm lang und am Ende schwarz gefärbt. Das Fell ist hellgrau, mit einem rötlichen Unterfell. Auf dem Rücken sind einige dünne Querbinden zu erkennen. Das Maul ist klein und spitz. Die dunklen, kleinen Ohren bilden eine Kontrast zu dem hellen Kopf. Das Erdmännchen besitzt jeweils 4 Zehen, die an den Vorderpfoten zu Grabschaufeln umgestaltet sind.
Es besitzt einen sehr gut ausgeprägten Gesichts- und Geruchssinn.

Ernährung und Verhalten
Erdmännchen leben in kleinen Kolonien zusammen, dabei bauen sie Höhlen oder bewohnen feste Erdspalten. Die Kolonien umfassen meist 20 bis 30 Tiere, oft vergesellschaftet mit den Erdhörnchen. Sie sind sehr zahm, neugierig und futterneidisch, dabei raufen sie oft um Beutestücke.
Ihre Höhlen graben sie geschickt mit ihren Grabschaufeln in bis zu 3 Meter Tiefe. Leben sie vergesellschaftet mit den Erdhörnchen, übernehmen diese meist die Grabarbeiten.
Sie halten sich meist in der Nähe Ihrer Höhlen auf und fressen im Umfeld alle verfügbare Kost weg. Ist die Nahrung im Umfeld verbraucht zieht die Kolonie weiter, bis zum nächsten Grünstreifen. Erdmännchen ernähren sich hauptsächlich von Insekten und Spinnen. Kleine Säuger, Reptilien oder tote Vögel lassen sie aber auch nicht liegen.
Ist etwas Essbares gefunden, setzt sich das Erdmännchen auf und prüft es mit seinem scharfen Geruchssinn. Mit seinen kräftigen Vorderpfoten wird die Nahrung gehalten. Diese Haltung („Männchen machen“) erinnert stark an die heimischen Eichhörnchen.Erdmännchen lassen sich gut zähmen und sind in Südafrika auf vielen Farmen als Mäusejäger „im Dienst“.

Erdmännchen lieben die Wärme und Sonne, oft sonnen sie sich stundenlang in der „Männchenhaltung“. Sie sind typische Tagtiere und suchen Ihren Bau nur zur Nacht oder als Zufluchtsort auf. Zum Schlafen legen sich meist einige Tiere übereinander, um den Wärmeverlust in den kühlen Nächten möglichst gering zu halten. Sie werden auch als „Scharrtiere“ bezeichnet, da sie den ganzen Tag mit den Krallen und der Nase auf der Suche nach Nahrung über den Erdborden scharren. Erdmännchen sind sehr reinlich, haben aber keine typischen Putzrituale.
In der Kolonie herrscht eine genaue Aufgabenteilung. Während einige im Bau graben, suchen andere Nahrung und wieder andere bewachen sitzend den Bau. Ähnlich wie bei den Murmeltieren genügt ein schriller Ruf und alle Erdmännchen verschwinden blitzschnell im Bau.

Fortpflanzung und Entwicklung
Erdmännchen vermehren sich das ganze Jahr über. Ein Wurf umfasst meist ca. 3 - 4 Jungtiere; die Tragezeit liegt bei 11 Wochen. Die Jungen werden blind und mit geschlossenen Ohren geboren. Erst nach zwei Wochen öffnen sich die Ohren und Augen. Die ersten 2 Monate werden sie voll gesäugt. Mit einem Jahr sind die Erdmännchen geschlechtsreif.
Ihre größten Feinde (ähnlich dem Murmeltier) sind die Greifvögel, vor allem Geier.
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Erdmännchen |
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