Rosenkäfer

Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera )
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Unterfamilie Rosenkäfer (Cetoniinae)

Autor: Matthias Zimmermann
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00072

Insekt des Jahres 2000

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Sie ist die einzige Art dieser Gattung in Europa. Der gemeine Rosenkäfer zählt zu den geschützten Käferarten in Deutschland. Durch seinen intensiven grünlichen Glanz gehört er dabei zu den auffälligsten Käfern. Sein Name weißt auf den Goldstich in seinem Panzerglanz hin.

Rosenkäfer sind in Europa von April bis September anzutreffen. Sie sind in der Mitte und im Süden Europas häufig, im Norden seltener heimisch. Trotzdem findet man einzelne Vorkommen auf den britischen Inseln und in Skandinavien. Auch in Kleinasien bis nach China kommt der Rosenkäfer vor.

Rosenkäfer Aufsicht
Die Rillen auf dem Flügeldeckel sind gut zu erkennen.

Typischerweise sieht man Rosenkäfer auf Blüten (Holunder, Heckenrose, Weissdorn etc.) oder hohen Pflanzen sitzen. Der Nektar und Pollen von Heckenrosen oder anderen Blüten steht auf seinem Speiseplan, natürlich wird er auch schwach, wenn er Pflanzensaft verletzter Pflanzen verspeisen kann. Auch reife Früchte lässt er nicht liegen. Allerdings verursacht der Rosenkäfer meist keinen größeren Schadfrass. Nur in Ausnahmefällen kann es zu umfassenden Schäden kommen.

Am besten kann man Rosenkäfer in den Mittagsstunden auf Blüten beobachten, dann sitzt er oft über Stunden auf einer Blüte und kann sehr gut beobachtet werden.

Rosenkäfer Rückseite

Rosenkäfer sind nicht scheu und lassen sich auch von anderen Insekten nicht von den Blüten verdrängen (Foto unten). Durch ihren dicken Panzer sind sie gegen Stürze und Angriffe gut geschützt.

Seine Körperlänge beträgt 15 – 20 mm. Die Körperoberseite ist dabei variabel gefärbt, meist grünlich bis golden und mit weissen Flecken versehen. Auf jeder Flügeldecke finden sich 2 längliche dicke Rippen. Das Halsschild ist ähnlich dem Köper gefärbt und stabil ausgebildet.

Von anderen Blütenbesuchern lässt sich der Rosenkäfer nicht stören.

Besonders auffällig ist der Rosenkäfer im Flug. Er hebt im Flug seine Flügeldecken nicht an, sondern schiebt seine Hinterflügel darunter hervor, um zu fliegen; dies verleiht ihm ein besonders kompaktes Aussehen. Daher ist es auch kein Problem, dass seine Flügeldecken fest verwachsen sind.

Die dicken, weisslichen Larven leben in Humus oder weichen Holzresten von z.B. Eichen, Weiden oder Pappeln. Nur selten findet man sie in Ameisenhaufen.

Die Entwicklung der Larve über 2 Häutungen zur Puppe und zum Käfer dauert gut ein bis zwei Jahre, dabei wird die Larve ca. 5 cm lang und ist stark gekrümmt. Will die Larve auf einer glatten Unterlage fliehen, streckt sie sich und robbt auf dem Rücken davon (Zu Unterscheidung, die Maikäferlarven bleiben gekrümmt). Die Engerlinge der Rosenkäfer sind als Larve keine Wurzelschädlinge.

Die Puppe ist von einer dünnen, festen Erdschale umgeben.


Foto: Gil



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