Sanddorn

Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
syn. Stranddorn, Weidendorn

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00062

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Einführung und Verbreitung
Der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze d.h. es gibt weibliche und männliche Pflanzen.
Er wächst auf kalkhaltigen Sand- oder Kiesböden. Meistens wird er gepflanzt und verwildert. Nur selten kommt er wild vor. Typischerweise auf Kiesbänken, felsigen Hängen oder in Dünengelände.
Nährstoffreiche Böden und sonnige Lagen werden bevorzugt. Auch als Pioniergehölz vorkommend bzw. eingesetzt. Höhen ab 1000m nicht mehr geeignet.
Vorkommen in England, Mitteleuropa, Skandinavien bis nach Ostasien. In Südeuropa nur sehr selten anzutreffen.

Sanddorn Früchte

Wuchs
Mittelhoher Strauch bis kleiner Baum (1 – 8 Meter), mit langen kriechenden Wurzelausläufern.

Äste
Glatt, rotbraun, sparrig abstehend, Schutz durch in Sproßdornen umgewandelte Kurztriebe


Blüten
Blütezeit: März bis Mai
Männlich: 2 – 3 mm, unscheinbare kugelige Blütenstände
Weiblich: 4 – 6 mm, ährige Trauben, verwachsene Kelchblätter, ein einzelnes Fruchtblatt umschließt eine Samenanlage.
Vermehrung zumeist durch Windbestäubung. Alternativ auch vegetative Vermehrung durch Wurzelausläufer

Frucht
Reifezeit ab August. Scheinfrucht; Orangerote beerige, säuerlich schmeckende Steinfrucht, kleiner 1 cm. Ernetezeit im Spätherbst.


Blätter
Sommergrüne weidenähnliche Laubblätter, 4 - 7 cm lang und 1 – 2 cm breit. Schmal-lanzettlich, ganzrandig, einfach, wechselständig, Oberseite dunkelgrün, Unterseite hellgrün und dicht behaart. Die Blätter sind oberseitig verdickt und gut an trockene Umgebungen angepasst, der Blattrand ist dabei leicht eingerollt. Das Blattende ist meist abgestumpft.

Nutzung und Inhaltstoffe
Der sehr dekorative Strauch wird häufig zu Zierzwecken in Gärten gehalten.

Durch den hohen Vitamingehalt (vor allem Vit. C), bildet er eine gute Nahrungsergänzung. 1 KG Sanddorn enthält ca. 5 Gramm Vitamin C. Er enthält weiterhin Flavone bzw. Flavoniode, welche die Wirkung des Vitamin C noch unterstützen. Auch Carotinoide und Vitamin B12, sowie weitere Vitamine der B-Reihe sind in nennenswerten Mengen enthalten. Eingesetzt wird häufig Sanddornsaft, Fruchtlikör oder Kompott zur Stärkung des Immunsystems, der Kreislaufförderung und Appetitanregung.
Das Öl der Samen (Oleum Hippophae) fördert die Wundheilung und wird daher äußerlich eingesetzt, vor allem auch bei Strahlenschäden der Haut (z.B. Sonnenbrand).

Sanddorn enthält keine giftigen Substanzen.



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