Gefleckte Heidelibelle

Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00059

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Einleitung und Verbreitung
Die Gefleckte Heidelibelle ist vor allem in nördlichen Gebieten verbreitet. Von Asien, Sibirien über Skandinavien bis zu Mitteleuropa lebt sie. In den warmen Gebieten Europas am Mittelmeer oder Westfrankreich fehlt sie völlig. In Großbritannien ist sie dagegen häufig anzutreffen. In Deutschland bevorzugt sie die nördlichen Gebiete.

Bevorzugt lebt sie in flachen, stark verwachsenen Stillgewässern ohne Freiwasserflächen. Häufig trocken die Habitatgewässer in den Sommermonaten aus bzw. unterliegen starken Wasserstandsschwankungen im Bereich < 30 cm und > 10 cm Wasserstand. In Jahren nach Überflutungen kommt es öfter zu Massenansammlungen. Die Habitatgewässer sind mit mehr als 600 Quadratmeter Verhältnismäßig groß.

Die Gefleckte Heidelibelle ist heute gefährdet während sie früher sehr häufig anzutreffen war. Sie ein typisches Beispiel der indirekten Artenbedrohung durch Vernichtung von Biotopen.

Ernährung und Körperbau
Sie ist aufgrund ihrer großen gelb-orangen Basalflecken auf den Flügeln leicht von anderen Heidelibellen zu unterscheiden.
Ihre Flügelspannweite beträgt ca. 6 cm und ihre Körperlänge 4 cm.

Wie bei vielen Heidelibellen ändert sich die Farbe des Hinterleibes in Abhängigkeit zur Temperatur.
Morgens ist der Hinterleib der Männchen eher bräunlich und ab spätem Vormittag leuchtend rot.
Dies ist ein Anpassung an kühle Umgebungstemperaturen, um schneller Wärme aufzunehmen.
Entsprechend ist die gefleckte Heidelibelle auch in der Lage die Körpertemperatur durch Flügelbewegungen zu erhöhen.

Die Jagd im Umfeld der Gewässer konzentriert sich auf brachliegende Wiesen oder z.B. Getreidefelder. Nur selten kann man sie über die Gewässer fliegen sehen. Tagsüber bevorzugt sie vollbesonnte windgeschützte Plätze, wo sie sich auch auf den setzt.
An den Gewässern kann man sie meist an den Vormittagen beobachten, am frühen Nachmittag ziehen sie sich in das geschützte Umfeld zurück.

Fortpflanzung und Entwicklung
Die Paarung wird am Gewässer eingeleitet und dann auf umliegenden Wiesen ca. 55 min. vollzogen.

Die Eiablage durch Abwerfen im Tandemflug erfolgt auch über trocknem bzw. trockengefallenem Grund, welche zumindest leicht bewachsen sein sollte. Die Eier besitzen keine Gallerthülle. Die Larven schlüpfen nur, wenn die Eier im Wasser liegen. Wird die Abwurfstelle nicht häufig überschwemmt, können die Eier auch zweimal überwintern.

Die Larven leben auf dem Gewässergrund, welcher zumeist erst nach dem Schlupf austrocknet. Die Wassertemperatur ist aufgrund des niedrigen Wasserstandes rel. hoch und das besitzt ein sehr gutes Nahrungsangebot. Der Schlupf im Juni bis Juli findet unmittelbar am Gewässer in geringer Höhe statt.
Die Reifezeit nach dem Schlupf verbringt die gefleckte Heidelibelle in direkter Nähe des Schlupfgewässers.

Die Flugzeit dauert von Juni bis in den September/Oktober hinein.



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