Wolfspinne

Wolfspinne (Pardosa lugubris)

Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Wolfspinnen (Lycosidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00051

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Weibchen

Einleitung und Verbreitung
Wolfspinnen sind typische Bodenbewohner, welche von den ersten Frühjahrstagen bis in den späten Herbst zu sehen sind. Sie leben auf trocknem, besonnten Untergrund. Ideal ist Trockenrasen oder Lehmboden mit vielen Spalten. In Mitteleuropa ist diese Art sehr weit verbreitet und tritt häufig in Massen auf.
Knapp 200 Wolfspinnenarten sind in Europa heimisch. Zu den bekanntesten Wolfspinnen gehören die Taranteln, die aber eher in wärmeren Regionen verbreitet sind.

Wolfsspinne
Männchen

Ernährung und Körperbau
Wolfspinnen können an ihren Augen erkannt werden. Sie besitzen 8 Augen in 3 Reihen. Die vordere Reihe besteht aus 4 kleinen Augen, die anderen jeweils aus zwei größeren Augenpaaren. Die einzelnen Wolfspinnenarten lassen sich nur sehr schwer auseinander halten. Die hier beschriebene Art ist durch einen sehr steilen Kopf und einen scharf abgetrennten Streifen auf dem Rücken vom Kopf bis zum Hinterleib gekennzeichnet. Diese Zeichnung in den Haaren kann mit dem Alter (im Herbst) stark abnehmen und kaum kenntlich sein.

Weibchen mit Jungspinnen

Ihr Körper ist ca. 5 mm bei den Männchen und 7 mm bei den Weibchen lang. Der Köper ist dunkelbraun gefärbt bzw. leicht gefleckt. Die Beine sind deutlich hell und dunkel gestreift. Die Männchen sind deutlich dunkler als die Weibchen gefärbt.

Sie orientieren sich mit ihrem Gesichtssinn und verfolgen Beute im Umfeld von ca. 40 cm, wenn sie die richtige Größe aufweist und überwältigen sie dann. Ist die Beute oder ihr Schatten zu groß flüchtet die Wolfspinne sehr schnell in Bodenspalten o.ä. Spinnennetze werden von Wolfspinnen nicht genutzt. Zur Eiablage, Häutung oder Überwinterung werden die kleinen Erröhren oder Spalten zum Schutz fest versponnen.

Paarung der Wolfspinne

Fortpflanzung und Entwicklung
Ab April paaren sich die Wolfspinnen. Dazu nähert sich das Männchen vorsichtig dem Weibchen, welches zu dieser Zeit häufig auf kleinen Büschen anzutreffen ist. Das Männchen bewegt nun sehr schnell seine Taster, um das Weibchen zur Paarung zu bewegen und sich zugleich gefahrlos nähern zu können. Das Weibchen verhält sich passiv und lässt sich gefahrlos besteigen. Dabei sitzt das Männchen verkehrt herum auf dem Weibchen (Foto). Häufig läuft das Weibchen mit dem Männchen auf sich herum, wodurch die Paarung immer wieder unterbrochen wird und sich über Stunden erstreckt.

Weibchen mit Eikokon

Die Eier werden im Kokon an der Spinnwarze des Weibchens befestigt und von ihr herumgetragen.
Weibchen mit Eikokon kann man ab Mai beobachten. Die Nahtstelle der Gespinstplatten im Eikokon kann gut als heller Ring beobachtet werden. Im Juni schlüpfen dann die kleinen Spinnen.
Sie verbringen die erste Zeit ihres Lebens weiter auf dem Hinterleib des Weibchens, bis es sich wieder häutet.

Weibchen mit Eikokon


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