Feuerlibelle

Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00049

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Die Feuerlibelle stammt von dem afrikanischen Kontinent und Mittelmeerraum.
In Deutschland ist es in den meisten Gebieten für sie zu kühl. Nur in warmen Jahren wandert sie als Invasorenlibelle bis Mitteldeutschland vor und kann sich z.T. für einige Generationen festsetzen. Früher bei uns als Vermehrungsgast eingestuft, hat sie sich in den letzten warmen Sommer bereits fest in Süddeutschland etabliert. Als typische Wanderart besitzt die Feuerlibelle ein aggressives Temperament, um sich gegen die jeweils heimischen Arten zu behaupten.

Feuerlibelle 01

Sie liebt sehr warme, stehende Gewässer mit üppigem Randbewuchs, welche im Winter möglichst nicht zufrieren sollten.

Feuerlibellen jagen Kleininsekten und Spinnen. Dazu suchen sie sich einen Ansitz oder Bodenplatz an einem Gewässerrand. Ist dieser Gewässerrand bereits stark mit Grosslibellen besiedelt, suchen sie sich auch Ansitze im umgebenden Grüngürtel aus.

Feuerlibelle 02

Die Männchen der Feuerlibelle besitzen einen feuerroten leuchtenden Körper, Augen und rote Beine. Sie können allenfalls mit einigen Arten der Heidelibellen verwechselt werden, von denen sich durch den größeren Körper und flacheren Hinterleib deutlich unterscheiden. An der Flügelbasis besitzen beide Geschlechter einen großen orange-gelben Fleck.

Das Weibchen ähnelt farblich dem Weibchen des großen Blaupfeils. Die Körperlänge beträgt bei beiden Arten ca. 40 – 50mm und die Spannweite ca. 65 – 70mm. Beide Geschlechter zeigen ein gelbliches Flügelmal. Die Segellibelle fliegt in den Monaten Mai bis September, also recht lang.

Feuerlibelle - Weibchen
Foto: Thomas Kirchen Weibchen der Feuerlibelle

Die Paarung dauert nur sehr kurz und wird zumeist im Flug vollzogen, ähnlich wie bei den Plattbauch – Libellen. Die Eiablage erfolgt im Anschluß allein durch das Weibchen, dass Männchen tritt dabei nicht in Erscheinung. Hierbei werden die Eier aus der Luft in bewachsene Wasserflächen abgeworfen, analog zu den Heidelibellen, wobei diese die Eiablage im Tandemflug vollziehen. Die Larven leben auf dem Gewässergrund und benötigen ein Jahr für ihre Entwicklung. Nur in sehr warmen Gebieten am Mittelmeer können sich auch 2 Generationen in einem Jahr bilden.

Paarung der Feuerlibelle
Paarung der Feuerlibelle



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