Pflaumen-Zipfelfalter

Pflaumen-Zipfelfalter (Fixenia pruni)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie:
Bläulinge (Lycaenidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00048

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In ganz Mitteleuropa ist der Pflaumenzipfelfalter verbreitet, allerdings ist er eher selten und tritt meist einzeln auf. Insbesondere an Hecken und Gebüschen von Schlehen oder Pflaumen findet man ihn bzw. die Raupe.

Er besitzt eine Flügelspannweite von ca. 30 bis 40 mm. Die Unterseite der Flügel ist mit einem breiten orangenen Band, sowie einer Reihe schwarz - weisser Flecken gekennzeichnet. Zwischen der Binde und dem Zipfel befindet sich ein blau-gräulicher Augenfleck. Er sitzt immer mit zusammengeklappten Flügeln, so dass fast ausschließlich seine Flügel-Unterseite zu sehen ist.

Pflaumenzipfelfalter

Die Zipfel dienen zur Tarnung und Täuschung. Mit dem Augenfleck vor den Zipfeln sollen die Zipfel die Fühler darstellen, welche vom Falter auch viel bewegt werden. Kommt nun ein Feind (Vögel oder Reptilien) und greift den Falter an, lässt er sich meist täuschen und erwischt nur das Schwanzende bzw. einen Zipfel.

Der Pflaumenzipfelfalter fliegt vom Frühsommer bis in den August hinein. Er ist einbrütig, d.h. es gibt jedes Jahr nur eine Generation. Die Überwinterung erfolgt als Ei, welches meist an holzigen Teilen von Schlehen o.ä. befestigt wird. Die Eier sind gräulich gefärbt, mit einer kleinen Vertiefung in der Mitte. Die im Frühjahr schlüpfende Raupe ist hellgrün gefärbt und besitzt einen typischen Buckel mit einem gezackten Rücken. Mitte Mai verpuppt sich die Raupe. Die Puppe ist bizarr geformt und schwarz-weiss gefärbt. Sie imitiert damit Vogelkot (Vogelkotmimese), um nicht entdeckt zu werden. Natürlich ist sie (anders als andere Puppen) auch auf der Oberseite des Holzes bzw. der Blätter zu sehen, sonst würde die Puppe zu sehr auffallen.



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