Kürbisspinne Männchen

Kürbisspinne (Araniella cucurbitina)

Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Radnetzspinnen (Araneidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00029

► mehr Spinnen

Foto: Wolfgang Kairat

Foto: Kürbisspinnenmännchen

Der Vorderkörper der Kürbisspinne hat einen intensiv gelb-bräunlichen Grundton, während der Hinterleib leuchtend grün gefärbt ist. Auf dem Hinterleib befinden sich zwei Reihen mit 4 kleinen schwarzen Punkten auf jeder Körperseite. Bei den Männchen verläuft an den Seiten des Vorderkörpers jeweils eine dunkel gezeichnete Linie. Vor den Spinnwarzen befindet sich ein leuchtend roter Fleck bzw. kleiner Streifen (Foto).

Kürbisspinne

Die Kürbisspinne gehört zu den kleineren Vertretern der Radnetzspinnen. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von 8 mm und die Männchen max. 5 mm.

Kürbisspinnen sind in ganz Europa verbreitet und kommen häufig vor. Typischerweise trifft man sie in Waldrändern und Lichtungen in ihren Netzen an.

Die Netze der Kürbisspinnen haben oft nur einen Durchmesser von ca. 10 cm und enthalten ca. 30 Radien, wobei die Netze häufig nur einen Halbkreis bilden. Die Kürbisspinne baut ihre Netze direkt über Blättern und Blüten; meist jedoch nicht in Bodennähe.

Aufgrund ihrer grünen Färbung kann sich die Kürbisspinne im Netzzentrum aufhalten, ohne von Insekten wahrgenommen zu werden. Dabei hält sie sich mit dem Unterleib nach oben geneigt, in ihrem Netz auf. Die Kürbisspinne baut kein Versteck neben dem Netz (Retraite), wie z.B. die Eichblatt-Radnetzspinne, sondern jagt direkt vom Netz aus anfliegende Insekten.

Reife Kürbisspinnen findet man zwischen Mai und Juli. Zur Paarung nähert sich das Männchen dem bewegungslos wartenden Weibchen. Sobald sich das Weibchen bewegt oder die Paarung vollzogen ist, flieht das Männchen, um nicht vom Weibchen gefressen zu werden. Im August produziert das Weibchen dann 1 bis 2 hell-gelbliche Eikokons.

Die im Spätsommer schlüpfenden Jungspinnen sind zunächst intensiv rötlich gefärbt. Nach dem Schlupf befinden sich die Jungspinnen noch einem weiten Gespinst, in welchem sie sich bei Gefahr verteilen (Foto unten). Im Herbst ändert sich ihre Körperfarbe in einen Braunton, um besser getarnt zu sein. Die intensiv grüne Körperfarbe bildet sich erst im folgenden Frühjahr aus und dient der Tarnung im Netz.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Kürbisspinne

Natur-Lexikon.com