Veränderliche Krabbenspinne

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Krabbenspinnen (Thomisidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00027

► mehr Spinnen


Die Krabbenspinnen sind die vom Körperbau auffälligsten Spinnen. Ihre Ähnlichkeit zu den Krabben gab ihnen den Namen. Die Vorderbeine sind deutlich länger und kräftiger als die hinteren Beinpaare. Hierdurch sind die Krabbenspinnen auch in der Lage in alle Richtungen zu laufen.

Die veränderliche Krabbenspinne liebt warme und sonnige Verhältnisse, wie in Mittel-und Südeuropa oder in Teilen Nordamerikas. In Nordeuropa ist sie dagegen eher selten anzutreffen. Man findet sie an trockenen Orten wie Trockenwiesen und Waldrändern.

Krabbenspinne

Besonders die veränderliche Krabbenspinne passt sich besonders gut ihrer Umgebung an. Im Laufe weniger Stunden kann sie vollständig ihre Farbe wechseln und sich so ideal tarnen. Die Farben können von grünlich, gelb bis weiß wechseln. Bei der Gelbfärbung wandern Farbpigmente in die Epidermeszellen und bei der Weißfärbung in das Körperinnere. Dananch werden die Pigmente ausgeschieden, so dass für eine erneute Gelbfärbung zunächst die entsprechende Pigmente gebildet bzw. aufgenommen werden müssen.

Krabbenspinne mit Beute

Das Männchen ist stets gelb gefärbt, mit zwei dunkeln Streifen auf dem Hinterleib. Es kann nicht seine Farbe wechseln. Die Beine sind bei den Weibchen einfarbig in der jeweiligen Körperfarbe gefärbt, bei den Männchen hingegen hell-dunkel gestreift.

Durch die Tarnung ist die Krabbenspinne nicht nur für die Jagd besser gerüstet, vor allem ist sie auch gut geschützt vor ihren Feinden, wie z.B. den Vögeln. Die Farborientierung erfolgt über den Gesichtssinn.

Das Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne kann eine Körperlänge von bis zu 11 mm besitzten, die Männchen hingegen nur 3 - 5 mm.

krabbenspinne unter einer Blüte

Wie alle Krabbenspinnen baut die veränderliche Krabbenspinne keine Netze, sondern lauert ihren Opfern aus Verstecken auf; meist findet man sie in Blüten sitzen, wo sie starr auf ihre honigsuchenden Opfer warten. Lässt sich dann dort ein Insekt nieder, wird es ruckartig überfallen und mit einem Giftbiss in den Nacken gelähmt. Da beiden vorderen Beinpaare deutlich länger als die hinteren sind, können hiermit die gefangenen Opfer festgehalten und so weit vom Körper ferngehalten werden, dass sie nicht stechen können. Sofort spritzt die Spinne ihren Verdauungssaft in den Körper des Insekts und kann kurz danach das Insekt aussaugen. Nicht nur kleine Insekten werden Opfer der veränderlichen Krabbenspinne. Auch Hornissen und und große Falter fallen ihr zum Opfer.

Häufig verbringt eine Krabbenspinne ihr ganzes Leben auf einer einzigen Pflanze.

Die Reifezeit der veränderlichen Krabbenspinne liegt zwischen Mai und August. Die Paarung findet im Frühsommer statt. Die Eier werden in einem kleinen Kokon verborgen abgelegt. Der Kokon wird von dem Weibchen bewacht. Im Hochsommer schlüpfen die Jungspinnen, während die Eltern sterben. Die Jungspinnen überwintern in verborgenen Ritzen im Boden.

Krabbenspinne , Veränderliche



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Veränderliche Krabbenspinne

Natur-Lexikon.com