Schilfradspinne

Schilfradspinne
(Larinioides cornutus syn. Araneus foliatus)

Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Radnetzspinnen (Araneidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00025

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Die Schilfradspinne ist eine sehr typisch gezeichnete Spinne. Sie ist sehr häufig an Gewässern anzutreffen und kommt in ganz Europa von Nordafrika bis Grönland vor. Allerdings trifft an sie meist im Flachland an, nur sehr selten in den Mittelgebirgen und nie in Gebirgen höher 1000m. In Gebieten mit Schilfsaum findet man ihre Netze häufig dicht an dicht hängen.

Schilfradspinne Männchen
Männchen der Schilfradnetzspinne mit sehr langen Beinen

Das reife Weibchen erreicht eine Körpergröße von 15mm, dass Männchen hingegen nur 8mm Körpergröße. Der Vorderkörper ist in Grautönen gefärbt und der Hinterleib weißlich. Auf dem Hinterleib findet sich ein typisches Keilmuster. Dieses Keilmuster ist fast schwarz gefärbt und nur in der Mitte hell unterbrochen. Bei einzelnen Individuen kann die Zeichnung auch rötlich eingefärbt sein.

Schilfradspinne frisst Netz
Weibchen der Schilfradnetzspinne

Während der Paarungszeit lebt das Männchen zusammen mit dem Weibchen. Die Paarung selber findet jedoch auf einem Begattungsfaden statt. Im Herbst und im Frühjahr ist die typische Paarungszeit, wobei ein Paar durchaus von Herbst bis in das Frühjahr zusammenbleibt. Allerdings wird auch hier das Männchen in einigen Fällen nach der Begattung vom Weibchen gefressen. Die Eiablage erfolgt dann im beginnenden Sommer. Das Weibchen stellt dazu Eikokons aus gelber Fadenwolle her. Die Eier werden meist im Schlupfwinkel versteckt.

Wie viele anderen Spinnen auch, frisst die Schilfradspinne ihr eigenes Netz regelmäßig auf und spinnt es neu (Foto). Dies geschieht alle 2 bis 3 Tage gegen Abend, um ihr Netz ständig in Ordnung zu halten. Dabei baut sie ein Netz mit einer geringen Radienzahl (kleiner 20). Zur Jagd lauert die Schilfradspinne in ihrem Versteck (Retraite) und kann blitzschnell hervorschießen, um ihr Opfer zu überwältigen.

Die Schilfradspinne kann überwintern und überlebt dabei auch schwere Fröste, daher findet man ganzjährig ausgewachsene Individuen. Die Schilfradspinne baut sich einen dichten Schlupfwinkel (häufig abgestorbene Pflanzenteile, Foto unten) in dem sie auch überwintert.

Die Schilfradspinne ist häufig nur schwer zu entdecken, da sie nachtaktiv ist und sich tagsüber meist in ihrem Versteck aufhält, welches sie nur verlässt, wenn sich eine Beute in ihrem Netz verfängt.



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