Eichblatt-Radnetzspinne (Aculepeira ceropegia)

Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Radnetzspinnen (Araneidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00022

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Diese besonders schöne Radnetzspinne ist in ganz Europa verbreitet. Insbesondere im Bergland (bis ca. 2000m Höhe) ist sie häufig zu entdecken. Man findet sie vorwiegend an sonnigen Plätzen, vor allem auf trockenen Wiesen, aber auch auf größeren Lichtungen. In den Niederungen ist diese Spinnenart inzwischen sehr selten, da es kaum noch Wiesen gibt, die nicht mind. 2x Jahr gemäht bzw. bewirtschaftet werden.

Die Eichblatt-Radnetzspinne ist eine relativ große Radnetzspinne. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 1,6 cm, die Männchen immerhin bis fast 1 cm.Der Hinterleib dieser Art ist recht schmal und typisch gezeichnet. Der Körper hat eine weiss-gelbliche Grundfarbe und ist mit schwarz-grün Linien typisch gezeichnet. Die eichblattartige Zeichnung mit einem eingeschnürten Lanzettfleck gab der Art ihren Namen.

Die Eichblatt-Radnetzspinne baut ihr Netz meist zwischen kräftigen größeren Pflanzen. Sie bildet einen sehr kräftigen Faden, welchen man auch beim "Hineinlaufen" nicht so schnell durchreisst. In Gegensatz zu der Kreuzspinne findet man sie nicht so häufig in ihrem Netz. Sie baut sich meist ein kleines Versteck (Gespinstschleier) auf Höhe des Netzes, in welchen sie sitzt.

Bei einer Störung lässt sich diese Spinnenart schnell zu Boden fallen und ist dann nicht mehr auffindbar. Über einen Faden, welchen sie im Fallen spinnt, gelangt sie schnell wieder zu ihrem Netz zurück. In ihrem Netz baut die Eichblatt-Radnetzspinne eine Gespinstnarbe, auf der sie gut gesehen werden kann und daher leichte Beute für z.B. Vögel ist.

Die Paarung findet im frühen Sommer statt. Die Eier werden in den Gespinstschleier abgelegt, aus dem bald die Jungspinnen schlüpfen. Die jungen Spinnen überwintern und werden im Folgejahr reif.



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Eichblatt-Radnetzspinne

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