Kleine Königslibelle

Kleine Königslibelle (Anax parthenope)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Edellibellen (Aeshnidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00019

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Bei uns in Deutschland ist die kleine Königslibelle selten und wird nur an eineigen wenigen Stellen beobachtet, dort auch meist nur auf der "Durchreise" in wärmere Gefilde. In Deutschland gilt die kleine Königslibelle daher als stark gefährdet. Ich hatte das Glück im Hessischen Ried ein Paar zu entdecken, welches sich auch ablichten liess. Im südlichen Mitteleuropa ist die kleine Königslibelle häufiger verbreitet, insbesondere in überfluteten Reisfeldern ist sie zu beobachten.

Die kleine Königslibelle ist recht einfach zu identifizieren. Sie ist etwas kleiner als die große Königslibelle und gehört damit zu den "Großen" am Teich. Die Körperlänge kann bis zu 80 mm Länge betragen. Sie ist typisch gezeichnet. Der Brustkorb und Hinterleib ist bräunlich und durch ein blaues Band getrennt. Die Weibchen sind meist ähnlich gefärbt und unterscheiden sich nur im Bereich des Brustkorbes (Abdomen) der auch bläulich gefärbt sein kann (Foto der Paarung).

Paarung  - Kleine Königslibelle

Typischerweise findet sich die kleine Königslibelle an größeren Teichen und Seen. An Fließgewässern wird sie i.d.R. nicht beobachtet. Sie fliegt von Juni bis August in einer Generation.

Wie alle Edellibellen jagt die kleine Königslibelle aus dem Flug, d.h. es wird kein Ansitz zur Revierbeobachtung genutzt. Als Nahrung dienen kleine Insekten, die im Flug erbeutet und verspeisst werden. Dabei wird zugleich das Revier verteidigt. Die kleine Königslibelle bleibt dabei meist über den Wasser und fliegt das Ufer ab. Im Gegensatz zu den Mosaikjungfern die häufig auch "über Land" jagen. Häufig sieht man sie auch in der Abenddämmerung jagen. Dies gilt insbesondere für die Weibchen, welche gern in den Abendstunden aktiv sind und damit den "Entführungen" durch die Männchen entgehen.

Die Paarung der kleinen Königslibelle findet, wie bei fast allen Edellibellen, meist in Bäumen oder Büschen statt und kann sich bei Störungen bis in die Spitzen der Bäume verlagern. Bei der Eiablage ist erstaunlicherweise das Männchens zugegen, wobei sich beide in Tandemstellung wie die Heidelibellen bewegen. Dies dient vor allem der Verteidigung des Weibchens gegen andere Männchen. Die Eier werden endophytisch abgelegt, d.h. in Pflanzenteile eingestochen. Nach 2 Jahren schlüpft aus den Larven die nächste Generation kleiner Königslibellen.



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