Vierfleck-Kreuzspinne

Vierfleck-Kreuzspinne (Araneus quadratus)

Klasse Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung Webspinnen (Araneae)
Familie Radnetzspinnen (Araneidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00018

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Die Vierfleck-Kreuzspinne ist eine sehr massig erscheinende Spinne. Die Weibchen können bis zu 2,5 cm Körperlänge erreichen und dabei ca. 1,5 Gramm wiegen. Damit ist sie die schwerste einheimische Kreuzspinnenart. Nach der Eiablage wiegt die Vierfleck-Kreuzspinne dann nur noch knapp 0,5 Gramm. Die Männchen sind wie meist bei den Spinnen deutlich kleiner und erreichen ca. 0,8 cm Körperlänge und ein Gewicht von 0,1 Gramm. Der Hinterleib ist außerordentlich massig, wesentlich stärker als z.b. bei der Gartenkreuzspinne. Die Färbung des Hinterleibes ist sehr großen Schwankungen unterworfen und kann von rot bis ganz hell differieren. Allen ist jedoch die typische Zeichnung des Hinterleibes mit 4 großen hellen Flecken gemeinsam, die zu einer Art Trapez zusammenlaufen. In der Mitte des Hinterleibs verläuft eine Linie von kleinen weißen Flecken. Diese Flecken bestehen aus Stoffwechselprodukten, die unter der Chitin-Haut abgelagert werden.

Kreuzspinne
Das Köpervolumen der Spinne kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Die Vierfleck-Kreuzspinne findet man vor allem auf offenen und feuchten Wiesen. Sehr häufig sieht man sie auf Wiesen mit dichtem Distelbewuchs. Die Netze befinden sich meist knapp über dem Erdboden bzw. in Höhe von Gräser oder Büschen. Dabei spannt sie die Netze gern zwischen einzelnen Büschen in bis zu 1m Höhe. Versteckt hinter vertrockneten Blüten oder Blättern in einem nach unten offenen Schlupfwinkel ist oft nur ein recht großes Netz zu sehen. Mit dem Netz ist die Spinne über einen Brücken(Signal)-Faden verbunden.

Gegenüber dem Netz der Gartenkreuzspinne erscheint das Netz der Vierfleck-Kreuzspinne radienärmer und weniger "gepflegt". Dafür umspannt es häufig einen größeren Bereich. Netzdurchmesser von mehr 1m sind nicht selten. Im Abstand von einigen Tagen wird das Netz neu gebaut. Hierbei wird zunächst das alte aufgegessen, sozusagen recycelt.

Gefangene Opfer werden i.d.R. sofort ausgesaugt.

Im Netz gefangene Insekten werden zunächst mit einem Giftbiss gelähmt und dann schnell mit Spinnennetzmaterial eingewickelt. Dazu dreht die Spinne ihr Opfer im Netz. Danach wird die Beute in die sichere Rückzugsecke gebracht. Dazu wird das Opfer mit einem dicken Faden an einem der Hinterbeine gehängt und weggetragen. Dort angekommen wird die Beute sofort verspeist.

Auch sehr helle Exemplare kommen vor.

Die Entwicklung der Vierfleck-Kreuzspinne verläuft innerhalb eines Jahres. Anders als bei der Gartenkreuzspinne gibt es keine "Zwischengeneration". Zur Begattung begibt sich das reife Männchen auf die Suche nach einem Weibchen, spinnt dann einen Begattungs- bzw. Bewerbungsfaden und lockt das Weinchen damit zur Begattung. Die Begattung wird durch einen Sprung eingeleitet, wobei der Taster in die Epigyne eingeführt werden muss. Da dies nicht immer auf Anhieb klappt, dauert es viele Anläufe, bis es zur Begattung kommt. Die Begattung selber dauert nur wenige Sekunden. Danach verlässt das Männchen fluchtartig das Netz es Weibchens. Begattungsversuche bei nicht reifen Weibchen enden häufig mit dem Tot des Männchens. Das Weibchen legt die Eier zwischen September und Oktober in einem gelblichen Kokon versteckt ab. Die Jungspinnen schlüpfen im Mai des Folgejahres und entwickeln sich bis zum Herbst zu erwachsenen Spinnen. Die Reifezeit erstreckt von Ende Juli bis in den Oktober hinein.



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