Schwalbenschwanz Paar

Schwalbenschwanz (Papilio machaon L.)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Ritterfalter (Papilionidae)

Autor: Matthias Zimmermann
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Dokument: MZ 00014

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Foto: H.W. Grömping

Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und auffälligsten einheimischen Schmetterlinge. Bedingt durch seine Größe fliegt er auch sehr schnell, so dass er nur schwer zu fotografieren ist, wenn er erst einmal fliegt. Die Flügelspannweite kann bis zu 9 cm betragen. Zugleich ist er auch einer der schönsten Schmetterlinge. Seine Flügel sind hellgelb und weisen eine Vielzahl von Flecken und Adern auf. Die Hinterflügel weisen jeweils 6 blaue sowie einen roten Punkt auf. Die Hinterflügel enden in einem spitzen Fortsatz. Die erwachsene Raupe (nach 3. Häutung) des Schwalbenschwanz ist grün mit schwarzen Querstreifen. Auf den schwarzen Streifen finden sich orangene Punkte. Die Raupe kann bei Gefahr durch Duftdrüsen einen intensiven Abwehrgeruch erzeugen.

Schwalbenschwanz
Foto: Stephan Roscher

Leider ist der Schwalbenschwanz nicht mehr allzu häufig anzutreffen. Er gilt als gefährdet, aber nicht vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an seinen Ernährungsgewohnheiten. Der Schwalbenschwanz bzw. die Raupe ernähren sich vor allem von der wilden Möhre, Dill, Karottenkraut und anderen Doldenblütlern (Umbelliferen). Auch dem häufigen Mähen von Wildwiesen fallen viele Raupen und Eier zum Opfer.

Schwalbenschwanz Raupe
Foto: Stephan Roscher

Der Schwalbenschwanz ist neben Europa in Afrika, Asien und Nordamerika zu finden.

Der Schwalbenschwanz ist vor allem im Süden Deutschlands zu sehen. Im Norden ist er sehr selten anzutreffen. Ausser in Wäldern kann man ihn überalle beobachten, insbesondere in freiem weitläufigen Gelände. Die Falter finden sich besonders häufig auf Grashügeln und balzen. Dies nennt man auch "hill-topping".


Foto: Stephan Roscher

Der Schwalbenschwanz kommt bei uns in 2 Generationen vor. Die erste Generation schlüpft im Mai und legt ca. im Juni ihre Eier einzeln an junge Triebe ab. Daraus entwicklen sich in kurzer Zeit Raupen, welche sich nach 2 Wochen verpuppen. Mitte Juli schlüpft dann die zweite Generation Schwalbenschwänze, welche wiederum Eier ablegt, die sich zu Puppen verwandeln. Die Puppen überwintern dann. Die Falter selber überwintern i.d.R. nicht. In sehr warmen und langen Sommern können auch 3 Generationen entstehen.

Der Schwalbenschwanz ist in Deutschland geschützt !


Foto: Ralph Hesse



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Schwalbenschwanz

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