Gebänderte Prachtlibelle - Männchen

Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Familie: Prachtlibellen (Calopterygidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
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Dokument: MZ 00013

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Die gebänderte Prachtlibelle gehört zu den schönsten Kleinlibellen überhaupt. Wie alle Prachtlibellen besitzt sie eine metallisch glitzernde Aussenhaut und Flügel. Auch die Flügel sind von diesem metallischen Schimmer erfasst. Die Männchen besitzen eine blaue Färbung und die Weibchen eine dunkelgrüne Metallfärbung. Die Männchen weisen ein dunkelblaues Band in der Flügelfärbung auf, welches der Art ihren Namen gab. Bei den Weibchen findet sich am Flügelende ein weisses Pseudo-Pterostigma, was über mehrere Flügelzellen ausgedehnt und von Adern durchzogen ist, den Männchen fehlt dieses völlig. Die letzen Abdomensegmente (Hinterleib) des Männchens sind von unten weiss gefärbt und bilden die so typische weisse Laterne (bei den Blauflügel Prachtlibellen ist diese rot).

Die Prachtlibellen gehören zu den größten Kleinlibellen und besitzen eine Flügenspannweite von z.T. mehr als 7 cm.

Gebänderte Prachtlibelle - Weibchen
Weibchen der gebänderten Prachtlibelle

Die gebänderte Prachtlibelle ist in Deutschland bereits gefährdet und steht auf der Vorwarnliste. Man findet sie an breiteren langsamen Fliessgewässern und deren Armen. Vorzugsweise an sonnigen Abschnitten mit viel Vegetation. Aber auch in großen großen Schilfgebieten sieht man sie öfter. Die Männchen sind gut auf Schilfblättern zu entdecken, während die Weibchen meist wenig zu sehen sind. Will man sich diesen Libellen vorsichtig nähern, so bleiben meist die Weibchen viel länger sitzen, während die Männchen beim kleinsten Geräusch sofort davon fliegen.

Prachtlibelle

Die Männchen zeigen ein typisches Balzverhalten und verteidigen ihre Reviere gegen andere Männchen. Hierzu besetzen die Männchen erhöhte Sitzwarten und ihr Revier zu überblicken. Mit fremden Männchen kommt es häufig zu Kämpfen um die Reviere, im Vorfeld werden zumeist die Flügel typisch gespreizt, was die meisten Männchen abschreckt.Die Weibchen hingegen werden zu möglichen Eiablageplätzen gedrängt. Dananch bilden die Prachtlibellen das typische Paarungsrad.

Die Eiablage findet durch das Weibchen allein statt, wobei das Weibchen fast mit dem ganzen Körper in das Wasser taucht. Das Männchen fliegt über dem Weibchen um andere Männchen zu vertreiben. Dieses Verhalten findet man sonst häufig bei den Segellibellen.

Die Entwicklung bis zur Larve dauert ein Jahr, so dass jedes Jahr nur eine Generation fliegt. Diese schlüpft im Mai und kann bis in den August fliegen.



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Gebänderte Prachtlibelle

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