Vierfleck

Vierfleck (Libellula quadrimaculata)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00011

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Der Vierfleck ist eine der häufigsten Großlibellenarten unserer Breiten bis in den Polarkreis. Zugleich ist er eine der am häufigsten fotografierten Libellenarten. Zum einen natürlich wegen seines wunderschönen Aussehens, vor allem aber, wegen seiner Zutraulichkeit. Ein Vierfleck hat nur eine sehr geringe Fluchtdistanz, so dass man mit der Kamera sehr nah hernkommen kann.

Der Vierfleck kann zwischen Mai und September beobachtet werden. Vor allem pflanzenreiche Teiche, Tümpel und Moore ziehen ihn an. An Fließgewässern sieht man ihn extrem selten. Aber auch an wenig bewachsenen Teichen ist er zu sehen und steht dann in Konkurrenz zum Plattbauch und anderen Großlibellen.

Einen Vierfleck kann man sicher an seinen 4 Flecken um das Flügelmal (Pterostigma) und den Flügelknoten (Nodus) erkennen. Diese haben ihm auch seinen Namen gegeben. Der Vierfleck ist beigebraun mit einem dunkelbraunen Abdomenende. Weibchen und Männchen sind fast identisch und daher schwer zu unterscheiden. Er besitzt eine Körperlänge von 35-50 mm und eine Flügelspannweite 65-85 mm .

Wie alle Segellibellen sucht sich auch der Vierfleck eine Ansitzwarte, von der er Kleininsekten erspähen und jagen kann. Gleichzeitig wird auch das Revier gegen andere Großlibellen wie den Plattbauch oder Keiljungfern verteidigt.

Zur Paarung wird das Weibchen von einem Männchen entführt. Die Paarung des Vierfleck findet in der Luft statt und dauert nur wenige Sekunden. Entsprechend selten ist sie zu beobachten. Die Eiablage erfolgt (wie bei allen Segellibellen) durch das Weibchen allein. Das Weibchen fliegt in geringer Höhe über das Wasser und tippt zur Eiablage leicht auf. Das Männchen umfliegt dabei das Weibchen, um es gegen evtl. andere Männchen zu verteidigen. Die Larven benötigen 2 Jahre zur Entwicklung und kommen dann zur Metamorphose im späten Frühjahr aus dem Wasser. Hierbei wirken sie sehr dreckig, obwohl sie sich nicht in den Gewässerboden eingraben.



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